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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Wetzlar mit einem Wolff

15.09.2015 -DKB Handball-Bundesliga: 21:24 – zweite Niederlage in Folge

Die SG Flensburg-Handewitt hat binnen drei Tagen die zweite Niederlage kassiert und verlor mit 21:24 (10:10) bei der HSG Wetzlar. Damit hat die SG in der DKB Handball-Bundesliga nun 8:4 Punkte. „Das ist eine weiterer Rückschlag, die letzten beiden Niederlagen waren nicht eingeplant“, sagte SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Das kommende Spiel gegen Paris ist eine gute Gelegenheit, wieder etwas gutzumachen.“

Mit ihrer klassischen Startaufstellung, also ohne Neuzugänge, begann die SG. Startschwierigkeiten waren nicht zu übersehen. Erst nach etwas mehr als fünf Minuten gelang Holger Glandorf der erste Treffer. Zum Glück hatte sich die 6:0-Abwehr schnell formiert. Auch die Hessen, die ohne Regisseur Filip Mirkulovski auskommen mussten, taten sich mit dem Spielaufbau schwer. So ging die SG, als Anders Zachariassen am Kreis durchgebrochen war, sogar in Führung – obwohl es erst das zweite Tor für die Gäste war.

Häufiger baute sich Mattias Andersson in Sieger-Pose auf. Der Schlussmann hatte sich in der ersten Viertelstunde lediglich drei Gegentreffer eingefangen. Jim Gottfridsson fand auf der Gegenseite die Lücke und erzielte das 3:5. Plötzlich flackerte das Geschick der Schützen auf. Gerade die Außen brillierten nun mit Drehern und Hebern. Lasse Svan traf zum 5:7. Die SG ließ danach einige Torchancen aus. HSG-Keeper Andreas Wolff konnte sich mehrfach auszeichnen. So schmolz das kleine Polster der Nordlichter wieder weg. Der eingewechselte Kreisläufer Jannik Kohlbacher schaffte mit einem Doppelschlag den 8:8-Ausgleich. Kurz darauf bejubelten die 4000 Zuschauer in der Rittal-Arena ein kräftiges Geschoss von Kristian Bliznac.

Die erste Führung der Wetzlarer seit der Anfangsphase drehten Holger Glandorf und Thomas Mogensen, die das Heft in die Hand nahmen. Einmal landete der Ball vor der Pause noch im Netz des SG Gehäuses, sodass beide Teams ohne jegliche Vorteile aus der Kabine zurückkehrten. Rasmus Lauge agierte nun häufiger für Thomas Mogensen im zentralen Rückraum. Die prägenden Charaktere waren die beiden Torhüter. Andreas Wolff und zwei Zeitstrafen ärgerten die SG in den ersten Minuten der zweiten Hälfte. Es sprach für die Gäste, dass Anders Zachariassen mit dem 12:13 sogar für die Führung sorgte. Als Jim Gottfridsson noch einen draufpackte, nahm HSG-Coach Kai Wandschneider eine Auszeit.

Die half den Hessen – und Andreas Wolff, der Anders Eggert einen Siebenmeter abkaufte. Mit neuem Elan ging Wetzlar wieder auf die Überholspur. 15:14 – was für eine packende Partie! Dann ein Kabinettstückchen von der SG. Lasse Svan legte in Kempa-Manier für den heranspringenden Rasmus Lauge auf, der zum 16:16 einlochte. Die beiden Dänen Rasmus Lauge und Thomas Mogensen bildeten nun zusammen mit Holger Glandorf die zweite Reihe. Es war die Chancen-Verwertung, die der SG das Leben immer schwerer machte. Neun Minuten vor Schluss – es hieß 19:17 – trommelte Ljubomir Vranjes seine Jungs zu seinem dritten Team-Timeout zusammen. Anders Eggert verkürzte noch einmal, doch als Thomas Mogensen im nächsten Angriff wegrutschte, rollte der Zug endgültig gen Niederlage. „Wir müssen nun die nächsten drei Tage nutzen, um wieder in die Spur zu finden“, sagte Dierk Schmäschke.

Freie Bahn für Thomas Mogensen. Fotos: Oliver Vogler.


HSG Wetzlar – SG Flensburg-Handewitt  24:21 (10:10)
HSG Wetzlar: Wolff (19/1 Paraden) – Prieto, Rompf (2), Ferraz (4), Weber (1), Laudt (1), Holst (1/1), Fäth (5), Hahn, Bliznac (2), Joli (2), Klesniks, Kohlbacher (6)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (12 Paraden) – Karlsson, Eggert (3/2), Glandorf (3), Mogensen (3), Svan (3), Djordjic, Zachariassen (4), Gottfridsson (2), Lauge (3)
Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweier); Zeitstrafen: 6:10 Minuten (Fäth 2, Bliznac 2, Joli 2 – Karlsson 4, Lauge 2, Mogensen 2, Svan 2); Siebenmeter: 1/1:3/2 (Eggert scheitert an Wolff); Zuschauer: 3968
Spielverlauf: 1:0 (3.), 1:3 (11.), 3:3 (14.), 3:5 (16.), 5:6 (18.), 6:8 (22.), 9:8 (27.), 9:10 (30.) – 11:10 (33.), 12:11 (38.), 12:14 (40.), 15:14 (43.), 16:15 (45.), 17:16 (46.), 17:17 (47.), 19:17 (51.), 19:18 (53.), 22:18 (57.), 23:19 (59.), 23:21 (60.)

Von: ki