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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Nach Wetzlar!

24.10.2011 -DHB-Pokal: Über die Historie in die Cup-Zukunft?

Die SG Flensburg-Handewitt erwartet am morgigen Dienstag ab 20.15 Uhr bei der HSG Wetzlar nicht nur einen Pokal-Fight allererster Güte, sondern auch eine Reise in die hessische Handball-Historie. Der Anpfiff erfolgt in der 1500 Zuschauer fassenden Sporthalle Dutenhofen, wo die SG letztmals im Dezember 2002 gastierte. Die Nordlichter siegten damals mit 29:23 und wurden am Ende der Serie Vize-Meister. „Für uns spielt es keine Rolle, wo wir auswärts spielen", sagt SG-Trainer Ljubomir Vranjes. „Wir wollen dort gewinnen und ins Achtelfinale des DHB-Pokals einziehen."

Der Schwede kennt die enge, kleine Spielstätte aus seiner Zeit bei der HSG Nordhorn. Sie hatte den Ruf als „längster Tresen Mittelhessens". Nach gut alter Sitter sollen dort nach dem Schlusspfiff die Biertische aufs Spielfeld gerollt werden. Die SG hofft, das Siegesbier zu verhindern. „Wir müssen mit einer harten Abwehr und einem Kampf über 60 Minuten rechnen", weiß Ljubomir Vranjes um die Schwere der Aufgabe.

Der 36:30-Erfolg gegen die Hessen vor gut zwei Wochen in der Campushalle taugt nicht als Ausgangspunkt. „Das wird ein richtiger Pokal-Fight", betont Ljubomir Vranjes. „Wir müssen vieles anders machen." Personell haben die Wetzlarer wieder Daniel Valo an Bord, der in Flensburg nach nur wenigen Minuten mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ausgefallen war. Der slowakische Linkshänder ist eine Säule der HSG-Defensive. Die SG reist mit 14 Akteuren in den Süden – wobei Viktor Szilagyi (Ellenbogen) und Lars Bastian (Leiste) nicht zum Einsatz kommen sollen.

Am Sonntag verlor Wetzlar mit 23:28 in Großwallstadt. Einem Ergebnis, dem Ljubomir Vranjes keine große Bedeutung beimisst: „Die waren mit den Gedanken wohl schon beim Pokalspiel." Da die Hessen ein Derby bestritten und die SG eine lange Reise in den Knochen haben wird, dürfte die um einen Tag längere Spielpause für die Gäste kein Vorteil sein. HSG-Coach Gennadij Chalepo frohlockt: „Unsere Chancenverwertung muss im Vergleich zum Spiel in Flensburg besser werden – dann traue ich meiner Mannschaft zu, als Sieger vom Platz zu gehen."

Splitter
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Schiedsrichter. Lars Schaller (Leipzig) und Sebastian Wutzler (Frankenberg)

Von: ki