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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

14.12.2010 -DHB-Pokal: 27:21 – nur noch ein Schritt zum Final Four

Die SG Flensburg-Handewitt hat als erster Klub das Viertelfinale im DHB-Pokal erreicht. Am Abend siegte sie bei der TSV Hannover-Burgdorf mit 27:21 (12:9). Die Runde der letzten Acht wird am 21. Dezember gegen 20.30 Uhr ausgelost und am 2. März 2011 ausgetragen. „Unsere Leistung war sehr okay", freute sich SG-Trainer Ljubomir Vranjes über das Weiterkommen. „Ich hatte sogar Gelegenheit durchzuwechseln, sodass wir im Hinblick auf das Spiel in Göppingen Kräfte sparen konnten."
Gegen Balingen hatte Thomas Mogensen eine schöpferische Pause erhalten, nun stand der Däne wieder in der Anfangsformation und sprühte vor Dynamik. Er markierte gleich das erste Tor des Tages und erkämpfte sich zwei Strafwürfe. Dennoch vermochte sich die SG in den ersten Minuten keinen Vorsprung herauszuspielen. Anders Eggert versiebte einen Strafwurf gegen den ehemaligen SG-Keeper Jendrik Meyer, der auch einen Gegenstoß von Jacob Heinl entschärfte.
Hinten kaufte die gewohnt souveräne 6:0-Deckung um Jacob Heinl und Tobias Karlsson den Burgdorfern schnell den Schneid ab. Auch Sören Rasmussen fand schnell in die Partie. „Er war unser bester Mann", lobte SG-Geschäftsführer Holger Kaiser. Einen ersten Gegenstoß netzte Oscar Carlén zum 2:4 ein. Die SG kam in Fahrt – und der junge Schwede ganz besonders. Selbst in Unterzahl fand er die Lücken, die Gastgeber fanden kein Mittel gegen ihn. Oscar Carlén erzielte mit dem 10:5 bereits seinen fünften Treffer. Lasse Boesen erhöhte sogar auf 11:5.
Danach riss allerdings kurzzeitig der Faden. Immer häufiger scheiterten die SG-Schützen an Jendrik Meyer und an der 5:1-Formation der Hausherren. Ljubomir Vranjes ärgerte sich über „Schlafwagen-Handball“, der einen siebenminütigen Leerlauf verursachte. Auch ein Team-Timeout half nicht, die Niedersachsen verkürzten auf 9:11. Dann endlich wieder eine schöne Kombination der Gäste: Tamás Mocsai passte auf den am Kreis lauernden Tobias Karlsson, der den Halbzeitstand herstellte.
Die Pause hat der SG gut getan. „Wir haben in der Pause über die Probleme mit der 5:1-Variante gesprochen, dann lief es", erzählte Viktor Szilagyi. Aus einer starken Defensive heraus beherrschte die SG schnell das Geschehen. Strippenzieher im Angriff war nun eindeutig Viktor Szilagyi, der wiederholt Jacob Heinl am Kreis anspielte. Die erste Überzahl überhaupt nutzte die SG, um sich auf 11:16 abzusetzen. Danach lief es fast wie von allein – und die SG war vorentscheidend auf acht Treffer davongeeilt. Die mitgereisten SG-Fans hatten ganz klar die Stimmungshoheit in der AWD-Hall übernommen. „Ich bin überhaupt nicht zufrieden", ärgerte sich TSV-Trainer Aron Kristjansson. „Die Abwehr war nicht aggressiv genug, und auch im Angriff haben wir nicht optimal gespielt."
Die Burgdorfer zogen sich wieder in den 6:0-Verband zurück. Es schien so, als ob sie sich mit dem Pokal-Aus abgefunden hätten. Auch die SG nahm nun das Gas aus der Angelegenheit. In den letzten zehn Minuten kamen auch Petar Djordjic und Michael Knudsen zu ihren Einsätzen und trugen sich in die Torschützenliste ein. „Schon in der ersten Woche der Vorbereitung haben wir uns das Ziel gesteckt, das Final Four zu erreichen", sagte Viktor Szilagyi. „Nun fehlt uns nur noch eine konzentrierte Leistung."

TSV Hannover-Burgdorf – SG Flensburg-Handewitt 21:27 (9:12)
TSV Hannover-Burgdorf: Meyer (11/1 Paraden), Puljezevic (2 Paraden, ab 46.) – Johannsen (1), Jonsson (4/1), Hallgrimsson, Lehnhoff (3), Buschmann (2), Olsen, Jurdz (3), Svavarsson (4), Bedzikowski, Przybecki (4)
SG Flensburg-Handewitt: Rasmussen (12 Paraden) – Karlsson (2), Carlén (7), Eggert (6/5), Mogensen (3), Svan Hansen (1), Djordjic (2), Mocsai, Heinl (1), Szilagyi (3), Boesen (1), Knudsen (1)
Schiedsrichter: Fleisch/Rieber (Ostfildern/Nürtingen); Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Jurdz 2, Svarvarsson 2 – Mocsai 2, Svan Hansen 2); Siebenmeter: 2/2:6/5 (Eggert scheitert an Meyer); Zuschauer: 1185
Spielverlauf: 0:1 (4.), 2:1 (7.), 2:5 (11.), 4:5 (13.), 4:9 (18.), 5:11 (22.), 9:11 (28.) – 9:13 (33.), 11:14 (35.), 11:19 (42.), 13:21 (45.), 17:22 (51.), 18:25 (53.), 19:26 (55.), 20:27 (59.)


Weitere Berichte
13.12.2010 – Viertelfinal-Einzug an der Leine? (Homepage, Vorschau)

Von: ki