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Aufgabe seriös erfüllt

26.11.2017 -VELUX EHF Champions League: 30:27 – SG siegt auch in Celje

Die SG Flensburg-Handewitt marschiert weiter. Am frühen Sonntagabend gewann sie beim RK Celje mit 30:27 (16:14). Damit hat sie in der Gruppe B der VELUX EHF Champions League nunmehr 14:4 Punkte auf dem Konto. „Zwei weitere Zähler in dieser harten Gruppe sind ein sehr schönes Ergebnis“, meinte SG Coach Maik Machulla. „Wir dürfen sehr zufrieden sein, zumal wir einen großen Respekt hatten.“ Kentin Mahé sah es ähnlich: „Wir waren heute in einer der lautesten Hallen Europas, die eine der besten Atmosphären der VELUX EHF Champions League entfacht. Hier haben schon etliche Mannschaften verloren, sodass wir glücklich sein dürfen über unseren Erfolg.“

Maik Machulla hatte schon im Vorfeld angekündigt, die Spielanteile in dieser Woche zu verteilen. Dementsprechend verwunderte es niemanden, dass in der Startaufstellung drei Änderungen im Vergleich zu Donnerstag zu entdecken waren. Simon Jeppsson befeuerte zusammen mit Thomas Mogensen den Rückraum. Der junge Schwede fiel schon in der Anfangsphase mit drei Treffern auf. Mit einem Pass bediente er den gen Mitte einlaufenden Marius Steinhauser. Der Rechtsaußen-Neuzugang erhielt diesmal ebenfalls von Beginn an das Vertrauen. Dritter im Bunde der frischen Kräfte war Anders Zachariassen. Der Kreisläufer blockte einen Wurf des RK Celje. Den Abpraller erwischte Marius Steinhauser, der den Ball zum 3:4 in die Maschen legte.

Marius Steinhauser stand in der Startaufstellung.

Der slowenische Meister musste ohne Spielmacher-Talent Jaka Malus auskommen. Dafür übernahm Routinier David Razgor das Zepter in der Schaltzentrale. Die Effizienz der slowenischen Offensive stimmte. Da die SG gut dagegenhielt, hatte der Spielfluss lange Zeit dasselbe Muster: Der Bundesligist legte stets vor, der RK Celje glich dann postwendend wieder aus. Mattias Andersson war der erste Torhüter, der sich auszeichnen konnte – just zu dem Zeitpunkt, als seine Vorderleute schwächelten. Rasmus Lauge kam nun für Simon Jeppsson und verwandelte sicher einen Siebenmeter zum 9:10.

Als die SG in Unterzahl agierte, deshalb kurz Mattias Andersson auswechselte und dann den Ball verlor, war es dann doch passiert: Mit einem Distanzwurf sorgte David Razgor für das 11:10. Die erste Führung des RK Celje war zum Glück nur eine Momentaufnahme. Holger Glandorf und Rasmus Lauge drehten das Blatt wieder. „Wir fanden sehr gute Lösungen im Angriff, aber in der Abwehr hatten wir diesmal einige Probleme“, stellte Maik Machulla fest. Beim 12:12 benutzte er seine grüne Karte und besprach eine 5:1-Abwehrformation, in der Kentin Mahé an der Spitze agierte. Vorne erhöhte Hampus Wanne mit einem Doppelschlag vom linken Flügel auf 13:15. Mit einem Zwei-Treffer-Polster ging es zum Pausentee.

Holger Glandorf glich zum 11:11 aus. Fotos: Beate Haar

Kurz nach Wiederbeginn kassierte die SG zwei Zeitstrafen – die erste gegen Kentin Mahé war berechtigt, die andere gegen Holger Glandorf nicht nachvollziehbar. Wie dem auch sei: Der RK Celje glich sofort wieder aus. Die SG blieb ruhig Marius Steinhauser traf zwei Mal, Mattias Andersson hielt zwei Mal, und dann erzielte Rasmus Lauge mit einem Hüftwurf gar das 17:20. Die Delegation der „Wikinger“ war aus dem Häuschen.

Kurz darauf musste die SG erneut eine Unterzahl überstehen. Mit einer sehenswerten Fußabwehr war Mattias Andersson der Fels in der Brandung. Im Gegenzug erhöhte Simon Jeppsson auf 18:22. Celje bot nun mit Domen Makuc ein Rückraum-Talent des Jahrgangs 2000 auf, während die SG sich am eigenen Kreis auf einen 6:0-Verband zurückzog. Die Gäste hatten nun alles im Griff. Simon Jeppsson schloss einen Gegenstoß aus neun Metern ab, Marius Steinhauser vollstreckte zielsicher vom rechten Winkel. 20:26! Eine kurze Schwächephase stoppte Maik Machulla mit einem Team-Timeout. Danach tüteten seine Mannen die zwei Punkte endgültig ein. „14 Punkte in der VELUX EHF Champions League“, schloss der Coach, „sind sehr schön für das Mannschaftsgefühl und eine gute Ausgangsbasis für die anstehenden schweren Aufgaben.“

Rasmus Lauge näherte sich der alten Form.

RK Celje – SG Flensburg-Handewitt 27:30 (14:16)
RK Celje: Lesjak (6 Paraden), Panjtar (2 Paraden) – Jurecic (7/4), Razgor (3), Suholeznik (1), Marguc, Grošelj (2), Kodrin (3), Makuc (2), Anić (1), Dujshebaev (5), Bećiri (2), Mlakar, Dobaj, Mackovsek (1)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (12 Paraden), Møller (bei zwei 7m) – Karlsson, Glandorf (4), Mogensen (1), Wanne (4), Jeppsson (6), Steinhauser (6), Zachariassen, Toft Hansen (3), Lauge (4/2), Mahé (2)
Schiedsrichter: Dinu/Din (Rumänien); Zeitstrafen: 8:12 Minuten (Suholeznik 2, Kodrin 2, Mackovsek 2, Beciri 2 – Karlsson 4, Mahé 4, Glandorf 2, Jeppsson 2); Siebenmeter: 6/4:2/2 (Marguc neben das Tor, Jurecic an Latte); Zuschauer: 3350
Spielverlauf: 0:1 (1.), 2:2 (6.), 3:4 (9.), 5:5 (11.), 6:7 (13.), 8:8 (15.), 9:9 (17.), 9:10 (22.), 11:10 (24.), 11:12 (25.), 13:13 (26.), 13:15 (27.) – 16:16 (33.), 17:17 (35.), 17:20 (38.), 18:22 (42.), 19:23 (43.), 20:24 (45.), 20:26 (49.), 23:26 (53.), 23:28 (57.), 25:28 (58.), 27:29 (60.)

 

Von: ki