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Gelungener Mittagsauftakt

27.08.2017 -DKB Handball-Bundesliga: 37:23 – SG besticht mit konsequenter Leistung

Die SG Flensburg-Handewitt ist mit einem Sieg in die Saison 2017/18 gestartet. Sie schlug zum Auftakt der DKB Handball-Bundesliga den TuS N-Lübbecke mit 37:23 (19:12). „Das letzte Mal war ich so aufgeregt, als ich zur Schule kam“, gab SG Trainer Maik Machulla nach seinem Erstliga-Debüt als Coach zu. „Ich spürte sofort, dass die Jungs brennen. Aus unserer Abwehr heraus, hinter der Mattias Andersson stark hielt, konnten wir unser Tempospiel aufziehen.“ Gegenüber Aaron Ziercke sagte in der Pressekonferenz: „Von Vorneherein war klar, dass die SG einen guten Auftakt hinlegen wollte. Wir wollten ein unangenehmer Gegner sein, was nur bedingt gelungen ist.“ SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke ging unter anderem auf die ungewohnte Anwurfzeit von 12.30 Uhr ein: „Ich habe mich über die volle Halle und die gute Stimmung gefreut.“

Gleich beim ersten Angriff biss sich der TuS an der Abwehr, in der Jacob Heinl und Tobias Karlsson den Mittelblock bildeten, und an Keeper Mattias Andersson die Zähne aus. Holger Glandorf, der zusammen mit Rasmus Lauge und Jim Gottfridsson im Rückraum startete, erzielte den ersten Treffer der neuen Saison. Überhaupt war es die rechte Angriffsseite, über die viele Angriffe abgeschlossen wurden. Im Kasten  hatte Mattias Andersson schnell das erste halbe Dutzend an Paraden komplett. Einen Wurf von Marko Bargaric fing der Schwede sogar und leitete mit einem spektakulären Pass den Gegenstoß ein: Hampus Wanne markierte das 5:3 – Jubel in der „Hölle Nord“.

Lasse Svan erzielte stolze elf Treffer.

Zwischen Defensive und Offensive schaltete die SG sehr schnell um. Überhaupt prallte viel am Abwehrbollwerk ab: Lasse Svan konterte zum 9:4. „Wenn wir dem Mittelblock aus dem Weg gegangen sind, haben wir uns Chancen herausgespielt“, analysierte Aaron Ziercke. „Beim Spiel über den Kreis erlaubten wir uns allerdings zu viele technische Fehler, womit wir die SG zu Tempogegenstößen einluden.“ Die SG dominierte die Partie frühzeitig. Gegentreffer wurden mit einer gekonnten schnellen Mitte beantwortet. Nach dem 12:8 wurde der Vorsprung weiter ausgebaut. Rasmus Lauge agierte mit viel Dynamik. Am torgefährlichsten war aber der blitzschnelle Lasse Svan, der mit einem Doppelschlag auf 15:8 erhöhte. Thomas Mogensen kam nun ins Spiel und setzte sich zum 17:10 durch. Die letzte Aktion des ersten Durchgangs gehörte dem just eingewechselten Rasmus Lind, der einen Strafwurf parierte und von seinen Teamkameraden beim Gang in die Kabine gefeiert wurde. Fazit: Handball macht auch zur Mittagszeit Spaß.

Gehaltener Siebenmeter: Gratulationen für Rasmus Lind.

Nach Wiederbeginn machte Holger Glandorf gleich die 20 voll. Die SG war sofort wieder in ihrem Element. Rasmus Lauge agierte mit viel Leidenschaft. Mit voller Wucht traf er zum 22:12. Erstmals lagen seine Farben mit zehn Treffern vorn. TuS-Coach Aaron Ziercke intervenierte mit einem Team-Timeout. Eine Wende konnte er nicht mehr herbeiführen. In der FLENS-ARENA brandete nun mehrmals warmer Beifall auf – zur Begrüßung von Neuzugängen. Der erste galt Simon Jeppsson, der sogleich einen Pass für Hampus Wanne auflegte. 26:15! Kurz darauf betrat auch Magnus Rød das Spielfeld. „Wir haben etwas den Druck verloren, es wurde zu sehr der Fokus darauf gelegt, dass jeder Neuzugang sein Tor erzielen sollte“, beobachtete Maik Machulla. „Vielleicht hätte ich die Neuen nicht in etwa gleichzeitig bringen sollen. Allerdings war es mir auch wichtig, dass sie Bundesliga-Luft schnuppern.“

Sehr agil: Rasmus Lauge. Fotos: Ki

Der TuS verkürzte auf acht Treffer. „Da hatte ich gedacht, dass wir ein ordentliches Ergebnis mitnehmen könnten“, verriet Aaron Ziercke. „Aber dann folgten zu viele leichte Fehler, das gefällt keinem Trainer.“ Nach zwei erfolgreichen Gegenstößen der SG war Marius Steinhauser an der Reihe. Der Rechtsaußen fügte sich mit seinem ersten Ballkontakt gleich prächtig ein: 32:21! Die SG zauberte einen starken Saisonstart auf die Platte, erntete stehende Ovationen und baute mit erfolgreichen „Ehrenrunden“ in der Schlussminute den Vorsprung sogar noch aus. „Die Mannschaft hat es geschafft, den Spaß auf die Platte zu bringen“, lobte Maik Machulla. Dierk Schmäschke ergänzte: „Das war ein Auftakt, der uns alle gefreut hat. Unsere Mannschaft strahlt viel Selbstvertrauen aus.“

Auf dem Weg zum ersten Tor: Simon Jeppsson.

SG Flensburg-Handewitt – TuS N-Lübbecke 37:23 (19:12)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (17 Paraden), Lind (1/1 Parade, bei zwei 7m) – Karlsson, Glandorf (5), Mogensen (2), Svan (11), Wanne (5), Jeppsson (1), Steinhauser (1), Heinl, Toft Hansen (3), Gottfridsson (2), Lauge (7), Rød
TuS N-Lübbecke: Tatai (7 Paraden), Birlehm (3 Paraden, ab 44.) – Genz (1), Kaleb (5), Bechtloff (1), Gierak (2), Bagaric (3), Gruszka (2/1), Torbrügge (1), Schade (2), Zetterman (3/2), Hövels (1), Remer (2)
Schiedsrichter: vom Dorff/vom Dorff (Kaarst); Zeitstrafen: 0:2 Minuten (Torbrügge 2); Siebenmeter: 0:4/3 (Lind pariert gegen Zetterman); Zuschauer: 5789
Spielverlauf: 1:0 (2.), 3:1 (3.), 4:3 (5.), 8:3 (9.), 9:5 (12.), 11:6 (17.), 12:8 (20.), 15:8 (21.), 16:10 (24.), 17:11 (26.), 19:11 (28.) – 22:12 (35.), 23:14 (37.), 25:14 (40.), 26:15 (43.), 26:17 (45.), 27:19 (48.), 28:20 (49.), 29:21 (51.), 33:21 (55.), 34:23 (58.)

 

Von: ki