SG ist Herbstmeister

21.12.2016 -DKB Handball-Bundesliga: 35:24 – klare Sache in Coburg

Die SG Flensburg-Handewitt hat die Hinrunde der DKB Handball-Bundesliga als Herbstmeister abgeschlossen. Sie gewann am Abend beim HSC 2000 Coburg mit 35:24 (18:12) und steht damit zum insgesamt fünften Mal in ihrer Geschichte zur Halbzeit ganz oben. Eine schöne Randnotiz – mehr nicht! Für das Team stand die aktuelle Leistung im Vordergrund. „Diese Aufgabe haben wir souverän gelöst“, freute sich Co-Trainer Maik Machulla. „Die Mannschaft ist gut ins Spiel gekommen und hat dadurch schnell Sicherheit gewonnen.“

Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Anschlags in Berlin zeigte sich, dass die SG diesmal auf zwei ihrer Stammkräfte verzichtete. Thomas Mogensen hatte sich wegen einer Erkältung gar nicht erst mit aufgewärmt, Olympiasieger Henrik Toft Hansen erhielt eine Pause. „Er hatte in den letzten Wochen eine hohe Belastung“, erklärte Maik Machulla. Am Kreis begann Jacob Heinl, im Rückraum sollten Rasmus Lauge, Jim Gottfridsson und Holger Glandorf die ersten Akzente setzen. Die knapp 3000 Zuschauer in der HUK-Coburg-Arena waren aus dem Häuschen, als ihre Mannschaft zwei Mal in Führung ging. Doch bereits früh machte die SG ernst. Über alle Positionen knackte sie den ersatzgeschwächten Gegner: Jacob Heinl traf vom Kreis zum 2:6, Anders Eggert setzte aus spitzem Winkel einen drauf.

Tobias Karlsson hatte andere Partner im Mittelblock.

Im Mittelblock der 6:0-Abwehr arbeitete SG Kapitän Tobias Karlsson diesmal mit Jacob Heinl und später Anders Zachariassen zusammen. Mattias Andersson war der gewohnt starke Rückhalt. Jacob Heinl, Rasmus Lauge, Lasse Svan, Jim Gottfridsson und Anders Eggert hießen die Torschützen bei einem 5:0-Lauf, der das 4:13 einbrachte. Zugleich signalisierte dieser Zwischenspurt, dass die SG hervorragend mit allen Akteuren kombinierte. Danach folgte allerdings die schwächste Phase in dieser Partie. „Mit einigen technischen Fehlern haben wir Coburg ins Spiel gebracht“, erwähnte Maik Machulla. Zum Glück verwandelte Anders Eggert nach dem 12:16 einen Strafwurf. Anders Zachariassen fand am Kreis die Lücke. So ging es zur Pause mit einem komfortablen Polster.

Ivan Horvat erzielte in der Schlussphase ein Tor.

Direkt nach dem Seitenwechsel tauchte Petar Djordjic auf dem Spielfeld auf und erzielte gleich das erste seiner fünf Tore. „Er hat seine Sache wirklich gut gemacht“, lobte Maik Machulla. Auf der anderen Seite hatte Florian Billek Zielwasser getrunken und netzte insgesamt elf Mal ein. Zwar scheiterte er mit seinem einzigen Siebenmeter an Mattias Andersson, verkürzte dann aber mit einem Doppelschlag auf 15:19. Nun war Schluss mit lustig – die Gäste rissen das Heft wieder fest an sich. Als Lasse Svan das 17:27 markierte, waren die Messen gelesen.

Für Coburg ging es nun darum, zumindest mit einer Differenz von zehn Treffern zu verlieren. Das missglückte in der Schlussphase. Kentin Mahé vollendete einen Gegenstoß zum Endstand. Trotz der klaren Niederlage gab es stehende Ovationen vom Heimpublikum, während die 40 mitgereisten SG Fans nun etwas mit ihren Lieblingen feierten. „Wir waren so weit von Zuhause weg, und trotzdem hatten wir eine tolle Unterstützung“, bedankte sich Maik Machulla. Am Dienstag muss die SG ein letztes Mal vor der WM-Pause ran: Dann geht es nach Melsungen.

Jubel nach dem Sieg. Fotos: Beate Haar.

 

HSC 2000 Coburg – SG Flensburg-Handewitt 24:35 (12:18)
HSC 2000 Coburg: Krechel (2 Paraden, bis 19., bei einem 7m), Kulhanek (7 Paraden) - Barsties, Wucherpfennig, Kelm, Weber (2), Coßbau (1), Billek (11), Riehn (3), Büdel (2), Harmandic (1), Lilienfelds (2), Kirveliavicius (2)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (15/1 Paraden) – Karlsson, Eggert (7/2), Glandorf (2),  Svan (6), Djordjic (5), Heinl (2), Jakobsson, Zachariassen (2), Gottfridsson (4), Lauge (4), Mahé (2), Horvat (1)
Schiedsrichter: Moles/Pittner (Heddesheim/Laudenbach); Zeitstrafen: 2:4 Minuten (Lilienfelds 2 – Gottfridsson 2, Horvat 2); Siebenmeter: 1/0:2/2 (Billek scheitert an Andersson); Zuschauer: 2896
Spielverlauf: 1:0 (1.), 2:1 (3.), 2:7 (10.), 4:8 (12.), 4:13 (18.), 5:14 (20.), 7:14 (21.), 8:15 (23.), 9:16 (24.), 12:16 (27.) – 12:19 (31.), 15:19 (36.), 15:23 (39.), 17:24 (41.), 17:27 (45.), 18:28 (49.), 19:29 (50.), 21:29 (53.), 22:30 (54.), 23:31 (57.), 23:33 (58.), 24:33 (59.)

 

Von: ki