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Die SG ganz oben

03.12.2016 -DKB Handball-Bundesliga: 30:23 – ein weiterer souveräner Sieg

Die SG Flensburg-Handewitt eroberte in der DKB Handball-Bundesliga die Tabellenspitze. Am Samstagnachmittag schlug sie GWD Minden mit 30:23 (17:10). „Ich bin zufrieden mit den beiden Punkten und wie wir beide Hälften mit unterschiedlichen Aufstellungen gespielt haben“, fasste SG Trainer Ljubomir Vranjes zusammen. „Vor allem die Leistungen in Abwehr und Tor waren sehr okay.“ Auch GWD-Kollege Frank Carstens war unter dem Strich mit dem Ergebnis einverstanden: „Wir haben einen kleinen Vorteil gegenüber Stuttgart und Balingen errungen, da auch in der unteren Tabellenhälfte das Torverhältnis entscheidend sein kann.“

Ljubomir Vranjes wirbelte sein Team im Vergleich zum Leipzig-Sieg kräftig durcheinander. Jacob Heinl fing am Kreis an und netzte den Ball gleich zum 1:1 ein. Auf Linksaußen stürmte Hampus Wanne. Im Rückraum agierten Jim Gottfridsson, Kentin Mahé und Johan Jakobsson, der im ersten Durchgang fünf Mal einlochte. Die Mindener erwischten einen guten Auftakt, boten bis zum 5:5 eine Partie auf Augenhöhe. Dann erreichte ein Anspiel von Johan Jakobsson den Abnehmer Jacob Heinl, der die erste SG Führung des Tages markierte.

Sehr agil: Jim Gottfridsson.

Mattias Andersson baute sich nun mit mehreren Paraden zum großen Rückhalt auf. Mit einem Klasse-Zwischenspurt zog die SG auf 11:5 davon. Das war doch eine schöne erste Viertelstunde! Minden hatte nach einem ersten Team-Timeout die Torhüter gewechselt. Kim Sonne hatte mehr Fortune als sein Vorgänger; die SG ließ einige Chancen aus. Die Grün-Weißen ließen so den Rückstand nicht wachsen. Bei der SG mischten nun Henrik Toft Hansen und Rasmus Lauge, der zuvor nur die Siebenmeter geworfen hatte, mit. „Die Anfangsphase war gut“, meinte Frank Carstens. „Aber um mehr zu erreichen, hätten wir mehr Gefahr aus dem Rückraum gebraucht. Wir haben leider einige angeschlagene und verletzte Spieler.“

Hampus Wanne konterte zum 16:9. Die „Hölle Nord“ feierte: „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“ Das war genau die richtige Stimmung für das „Geschenk“ zur Pause. SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke präsentierte den ersten Neuzugang für die nächste Saison: Magnus Rød. Der Norweger brillierte sofort mit ersten Deutsch-Kenntnissen: „Einmal Flensburg, immer Flensburg!“ Seine zukünftigen Mannschaftskollegen zeigten sich zu Beginn des zweiten Durchgangs mit neuen Gesichtern im Rückraum: Holger Glandorf und Thomas Mogensen spielten nun zusammen mit Rasmus Lauge.

Erstes Interview in der Pause: Magnus Rød.

Lasse Svan traf zum 19:12 und hatte seinen Dienst getan. Für ihn kam Bogdan Radivojevic. Auf dem linken Flügel war nun Kentin Mahé unterwegs. Die Claims waren abgesteckt: Die SG steuerte auf die Tabellenführung zu, die Mindener versuchten den Schaden kleinzuhalten. Merklich Spaß hatte Jacob Heinl, der einen Gegenstoß mit ruhiger Hand abrundete. 25:17! Jim Gottfridsson hatte Pech, als er völlig freistehend einen Wurf an die Latte schmetterte. Als der Schwede aber kurz darauf aus der zweiten Reihe abzog, war kräftig Dampf unter dem Kessel. 27:17! Die Defensive arbeitete gut, hielt die GWD-Ausbeute klein. Vorne wäre vielleicht noch mehr drin gewesen. „Ein paar andere Sachen hätte ich mir gewünscht“, bekannte Ljubomir Vranjes. „Aber man muss auch bedenken, dass Minden eine gute Abwehr stellte.“

Bereits sechs Minuten vor Schluss fluteten stehende Ovationen das Rund. Holger Glandorf fand immer wieder die Lücken im gegnerischen Deckungsverband und traf zum 30:21. „Die Nummer eins im Land sind wir!“, sangen die Fans. GWD-Keeper Kim Sonne hielt den letzten Siebenmeter von Rasmus Lauge und verhinderte damit die Wiederholung des Ergebnisses vom Mittwoch. Dierk Schmäschke freute sich über den erneut sehr guten Besuch: „Die Unterstützung ist auch angesichts der vielen Spiele sehr gut.“ Ljubomir Vranjes sprach das Schlusswort: „Wir haben nun zwei Tage frei, und ich spendiere mir heute Abend ein Glas Wein.“

Holger Glandorf: Lücken nach der Pause.


SG Flensburg-Handewitt – GWD Minden 30:23 (17:10)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (11 Paraden), Møller (2 Paraden; ab 52.) – Karlsson, Glandorf (5), Mogensen (1), Svan (3), Wanne (4), Jakobsson (5), Heinl (5), Toft Hansen, Gottfridsson (3), Lauge (4/4), Mahé, Radivojevic
GWD Minden: Eijlers (1 Parade, bis 13., bei einem 7m), Sonne (11/1 Paraden) – Larsson, Doder (1), Rambo (4), Sjöstrand (4), Svitlica (6/2), Schäpsmeier (2), Freiman (2), Freitag, Kozlina, Jernemyr, Gullerud (3), Suedmeier (1)
Schiedsrichter: Hartmann/Schneider (Magdeburg/Barleben); Zeitstrafen: 4:8 Minuten (Karlsson 2, Mahé 2 – Freiman 4, Rambo 2, Larsson 2); Siebenmeter: 5/4:2/2 (Lauge scheitert an Sonne); Zuschauer: 6203
Spielverlauf: 0:1 (1.), 2:2 (3.), 2:4 (5.), 4:4 (6.), 5:5 (8.), 11:5 (15.), 12:7 (20.), 14:8 (25.), 16:9 (29.) – 18:10 (31.), 18:12 (33.), 20:13 (38.), 22:14 (41.), 23:15 (43.), 23:17 (45.), 27:17 (50.), 29:18 (53.), 29:21 (56.), 30:23 (58.)

 

Von: ki