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Die Zukunft von Stryger bleibt ungewiss

Kasper Nielsen und Marcin Lijewski sind seit rund einer Woche wieder im Mannschaftstraining von Bundesligist SG Flensburg-Handewitt. Bei Blazenko Lackovic wird es noch etwa einen Monat und bei Nationalspieler Frank von Behren fünf bis sechs Wochen dauern, dann ist auch bei diesen beiden Akteuren wieder ans Handballspielen zu denken.
Zwei Wochen vor dem Saisonauftakt lichtet sich also das Verletzten-Lazarett der SG allmählich. Bei Frank von Behren (Daumenbruch) lautet die Devise laut Hauke Mommsen "aggressives Abwarten", seine Verletzung ist alleridngs mit fünf bis sechs Wochen Pause durchaus "planbar".
Im Gegensatz dazu steht Blazenko Lackovic, der sich seiner dritten Knie-Operation in zwei Jahren unterziehen musste. "An so einem Knie hängt ja immer auch noch ein ganzer Mensch mit all´seinen Sorgen und Ängsten, da ist keine Punktlandung möglich, ich rechne jedoch damit, dass Blazenko in vier Wochen wieder auf dem Spielfeld steht", erklärte Mommsen. 

Sören Stryger

Einzig die Sorgen um den ehemaligen Mannschaftskapitän Søren Stryger bleiben hartnäckig bestehen. "Søren ist nicht mehr 20 und es ist die Frage, wieviel er noch bereit ist zu opfern. Er zahlt derzeit den Preis für die letzten fünf Jahre, in denen er mit 200 Sachen über die Autobahn gefahren ist", gab SG-Mannschafsarzt Hauke Mommsen auf der gestrigen aisoneröffnungs-Pressekonferenz zu Protokoll.
Was Mommsen meinte, ist die Tatsache, dass der Däne nach wie vor mit den Verschleißerscheinungen zu kämpfen hat, die er sich in seiner langen Karriere zugezogen hat. "Søren hat sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft stets durchgespielt und das ist dabei rausgekommen", so Mommsen. Zum Beginn der Vorbereitung hatte die SG bekannt gegeben, dass sie bis auf Weiteres auf Søren Stryger verzichten muss und dass seine Zukunft mehr als ungewiss sei. Die Summe der vielen Verletzungen in den vergangenen Jahren hatten dazu geführt, dass beim 32-Jährigen derzeit nicht an Handballspielen zu denken sei. Das ist jetzt knapp einen Monat her. Am Gesundheitszustand von Stryger hat sich seither jedoch nichts zum Positiven geändert und die Zukunft des Rechtsaußen ist weiter fraglich.
"Ich bin Optimist, jedoch auch Realist", sagte Mommsen und fügte hinzu: "Søren hat sich einem Belastungstest unterzogen und wieder Probleme mit seinem Knie gehabt. Er wird derzeit behandelt, bekommt Spritzen in beide Knie und das noch über vier Wochen hinweg. Solange müssen wir auf jeden Fall noch abwarten". Optimismus klingt anders, vor allem wenn man bedenkt, dass SG-Coach Kent-Harry Andersson Stryger in einem Atemzug mit den ehemaligen Leistungsträgern wie Jan Holpert und Joachim Boldsen genannt hat, "die es in dieser Saison zu ersetzen gilt".

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