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Jacob Cement Cup: SG kommt ins Rollen

Vier Erstliga-Teams an einem Abend – das hat es in der Handewitter Wikinghalle wohl noch nie gegeben. Rund 800 Zuschauer strömten in die „Ur-Hölle-Nord“ und erfreuten sich an bis zu 120 Handball-Minuten. Im ersten Halbfinale des Jacob Cement Cup schlug die SG Flensburg-Handewitt den schwedischen Vertreter IFK Skövde HK mit 39:26 (19:12) und trifft morgen im Finale auf Aarhus Handball. „Wir sind voll im Plan“, sagte ein zufriedener SG-Trainer Per Carlén. „Nur in der Abwehr fehlen noch ein paar Details.“
Die ersten Minuten boten einen offenen Schlagabtausch, in dem Skövde mithielt. Doch dann zog die SG merklich an, machte acht Treffer in Serie. „Uns ist 20 Minuten lang nicht ein technischer Fehler unterlaufen“, schnalzte Per Carlén mit der Zunge. Im ersten Durchgang löste sich auch eine spannende Frage auf: Wer wirft die Siebenmeter, da Lars Christiansen nicht mehr im SG-Kader steht und Anders Eggert verletzt auf der Bank weilt. Es war Patrik Fahlgren, der stets sicher verwandelte und sich mit Lasse Boesen auf der Linksaußen-Position ablöste.

Tobias Karlsson war bärenstark. Fotos: N. Kirschner

In guter Form präsentierten sich auch die Neuzugänge. Viktor Szilagyi und Tamás Mocsai standen schon in der ersten Halbzeit auf dem Parkett, Sören Rasmussen kam nach der Pause für Dan Beutler. Der Torwart wurde zunächst von seinen Vorderleuten etwas in Stich gelassen. Nach dem 24:18 packten diese aber wieder konsequenter zu. Die SG dominierte nun eindeutig, führte bald mit 35:21. Längst standen die „jungen Wilden“ auf dem Feld. Thies-Jakob Volquardsen und Marc Blockus besetzten die Flügel, Lennart Carstens und Petar Djordjic wechselten sich zwischen Abwehr und Angriff ab. „Unsere jungen Spieler tanken von Tag zu Tag mehr Selbstvertrauen“, freute sich Per Carlén.

Patrik Fahlgren zieht durch.

Im zweiten Spiel landete Aarhus Handball mit dem 33:24 (17:10) einen Start-Ziel-Sieg gegen Team Tvis Holstebro. Schon in der Anfangsphase setzte die vom ehemaligen SG-Trainer Erik Veje Rasmussen betreute Truppe mit der 10:2-Führung ein deutliches Signal. Holstebro, das erst vor wenigen Tagen den Serben Petar Nenadic (ehemals Barcelona und Szeged) unter Vertrag genommen hatte, glaubte Anfang der zweiten Hälfte an eine Wende, war letztendlich aber chancenlos. Die Dänen spielen am morgigen Samstag um 15 Uhr gegen Skövde den dritten Platz aus.


Weitere Bilder (N. Kirschner)


SG Flensburg-Handewitt – IFK Skövde HK  39:26 (19:12)
SG: Beutler, Rasmussen (ab 31.) – Karlsson (6), Carlén (3), Fahlgren (6/4), Mogensen (3), Svan Hansen (5), Djordjic (3), Mocsai (2), Heinl (3), Szilagyi (3), Boesen (1), Carstens, Blockus (2), Volquardsen (1)
Skövde: Appelgren, Carlsson – Järlström, Arvidsson (1), Samuelsson (1), Elf, Svernling (7), Forsmoo (5), Litborn (1), Lake, Wärn (1), Magnus Johansson (2), Hagelin (2), Mattias Johannson (3)

Team Tvis Holstebro – Aarhus Handball 24:33 (10:17)
Tvis: Bruun, Lind – Hansen (2), Wiesmach (1), Ernstsson (3/1), Nyberg (1), Mehl (2), Tau (6), Olsson, Nörgarrd (2), Skoglund, Holm Knudsen (1), Nenadic (6)
Aarhus: Nielsen, Larsen – Andersen, Mazur, Holst (3), Thoustrup (6), Sörensen (5), Lind (6/2), Öris Nielsen (3), Riis (1), Rasmussen (1), Beck Hansen, Barslund (1), R. Nielsen (7)