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Klarer Sieg bei "Revanche"

Das Spiel war seit 30 Minuten vorbei. Ivica Obvran, der Trainer von Metkovic, wartete in den oberen Rängen der Fördehalle auf den offiziellen Empfang und sinnierte über die guten, alten Zeiten: "Damals hatten wir eine Mannschaft, die alle Gegner der Welt schlagen konnte." Damals, das war im April 2000. Der RK Metkovic, vor gut vier Jahren noch mit dem Sponsoren-Kürzel "Jambo" versehen, entriss der SG Flensburg-Handewitt den schon sichergeglaubten EHF Cup - in der altehrwürdigen Fördehalle.
Zwar trafen beide Klubs nun an der bekannten Spielstätte wieder aufeinander, doch der Begriff "Revanche" wollte sich einfach nicht aufdrängen. Nach dem Ausstieg des potenten Sponsors und dem Fortgang aller "Helden von 2000", darunter einige Olympiasieger, feilt der letzte "Mohikaner" - eben Ivica Obvran - an einem Neuaufbau. "Wir werden in Zukunft besser spielen", versprach der 38-Jährige. Wohlwissend, dass seine jetzige Truppe kein ernster Kontrahent für die SG Flensburg-Handewitt war. Zeitweise mischten im Metkovic-Dress sogar zwei 17-Jährige mit.

Goran Sprem ließ auch die Kroaten jubeln.

Der Deutsche Meister nutzte die Chance, sich für die "Schmach von Hamburg" zu rehabilitieren. Diesmal gelang es dem Favoriten, eine 3:2:1-Abwehr klassisch auszuspielen. Immer wieder freuten sich die Außen, die insgesamt nicht weniger als 26 der 34 Treffer erzielten, über schöne Tore. Zudem stand die eigene Abwehr solide, Torwart Dan Beutler fand einen regen Nährboden für seine Paraden. Nach mehreren Gegenstößen stand es schon nach einer Viertelstunde 11:3. "Die Einstellung hat gestimmt, das war ein Schritt nach vorne", freute sich SG-Coach Kent-Harry Andersson.
Die SG hielt die Südkroaten, die nach 20 Minuten auf ihren verletzten Spielmacher Vladimir Ostarcevic verzichten mussten, immer mit mindestens sieben Treffer auf Distanz. Auch wenn im zweiten Durchgang die Konzentration etwas nachließ, streuten die Hausherren einige Kabinettstückchen ein. Den krönenden Abschluss lieferte schließlich das "deutsche" Kroaten-Duo. Blazenko Lackovic "fütterte" seinen Kumpel Goran Sprem, der das Endresultat erzielte. Da klatschte auch die kleine kroatische Enklave vor Verzückung. 

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