Unbekannte Größe gastiert in der Campushalle
Wenn heute Nachmittag die Campushalle ihre Türen öffnet, steht der SG Flensburg-Handewitt ein ganz besonderes Handballspiel bevor. Ab 15 Uhr (Live-Ticker ab 14.30 Uhr) bestreiten die Nordlichter nämlich ihr erstes Champions-League-Heimspiel und treffen dabei auf Granitas Kaunas aus Litauen. Das Besondere an dem Heimdebüt auf internationaler Bühne ist der Gegner, der als "unbekannte Größe" erstmals in Flensburg seine Visitenkarte abgeben wird.
"Ich weiß nur, dass sie mit einer offensiven Abwehr spielen und ihr erstes Gruppenspiel gegen Paris mit fünf Toren verloren haben", gibt SG-Trainer Kent-Harry Andersson Einblick in den dünnen Kenntnisstand zum Thema "Gegner-Studie". Das erhoffte Videomaterial war bis gestern noch nicht in der Fördestadt eingetroffen. Dafür aber die Litauer, die auf recht ungewöhnliche Weise, nämlich per Schiff, von Klaipeda über Kiel anreisten.
Andersson fühlt sich auf jeden Fall in seiner Einschätzung bestätigt, dass die Litauer wohl kaum ein Kandidat für das Achtelfinale sein werden. "Ich bleibe dabei, dass Paris unser härtester Widersacher um den Gruppensieg sein wird." Und auch das erste Treffen mit den hochgehandelten Franzosen ist schon Sichtweise. Exakt in einer Woche (Sonnabend, 15. Oktober) stellt sich Paris HB ebenfalls in der Campushalle vor. "Sie spielen ebenfalls eine offensive Abwehr", hat Andersson gewisse Gemeinsamkeiten der beiden Gruppengegner ausgemacht. Und da auch der Bundesliga-Konkurrent VfL Pfullingen, dort hat die SG am kommenden Mittwoch anzutreten (20.30 Uhr, Stuttgart), offensiv deckt, stehen den Andersson-Schützlinge interessante Duelle ins Haus. "Es kann ein Vorteil sein, dass wir uns auf längere Sicht nun intensiv auf dieses eher seltene Abwehrsystem einstellen können", meint der Schwede.
Respekt vor dem Gegner auf der einen, großes Selbstvertrauen auf der anderen Seite - mit diesen beiden Grundkomponenten will die SG das internationale Debüt gegen jene litauische Mannschaft angehen, die in ihrer Vereinsgeschichte bereits 15 Meistertitel sammelte und auch heute das stärkste Team aus dem Baltikum-Staat stellt. Allerdings muss sich die SG-Fangemeinde auf das Comeback von Kapitän Søren Stryger weiterhin gedulden. Der Däne zog sich eine Risswunde am Ringfinger der Wurfhand zu und muss noch einige Tage pausieren. Für ihn wird erneutIgor Kos auf der rechten Außenbahn antreten. Wohl nur für den Notfall oder bei einer komfortablen Führung plant Andersson Youngster Lars Bastian aus dem Junior-Team auf der Außenposition ins Rennen zu schicken. "Wir wollen natürlich gewinnen und den nächsten Schritt in Richtung Achtelfinale schaffen", lässt Andersson keine Zweifel an der Zielsetzung für das heutige Duell mit dem "Unbekannten" aus Litauen aufkommen.








