Stripes
mogensen

Folge 4: Herbert Danielsen (April 2013)

Block N, Reihe 4, Platz 1 – hier fiebert und klatscht Herbert Danielsen mit der SG Flensburg-Handewitt, seitdem es die Flens-Arena gibt. Dauerkarten-Besitzer ist er aber länger – und SG-Fan erst recht. Es war in der ersten Hälfte der 90er Jahre, als ihn Freunde fragten: „Bundesliga-Handball – hast du nicht Lust, mitzukommen?" Er hatte, und nach dem Abpfiff noch mehr: „Ich war von Schlag auf begeistert", erinnert sich der 50-Jährige. Bald hatte er einen festen Sitzplatz in der Fördehalle, trug ein Trikot von „Faxe" Jörgensen und feuerte die SG gegen Gegner wie Willstätt oder Wallau-Massenheim an.

Vor rund einer Dekade ist Herbert Danielsen dem Fan-Club „Die Wikinger" beigetreten. Häufiger ging es nun auch auf Auswärtstour. Ostern war Berlin gebucht, am letzten Wochenende war das Lufthansa Final Four „ein Muss". Vor einem Jahr gefiel es ihm, dass die SG auf eine Fahnenträgerin setzte. „Ich hatte davon gehört", erzählt er, „dass es noch eine zweite Fahne gab." Kurz darauf hatte der treue Fan diese in der Hand. Regelmäßig schwenkt er sie nun vor und nach dem Spiel. „So ist man noch ein Tick dichter an den Spielern dran", weiß Herbert Danielsen. Und vor dem Anpfiff bringt er – ein kleines Ritual – eine „Welle" zum Starten, die inzwischen fast die ganze Südtribüne erfasst.

Der Flensburger arbeitet in der Produktion des SG-Sponsors „Queisser Pharma". In Pausen wird gerne über die SG gesprochen oder die Frage nach dem Lieblingsspieler erörtert. „Früher war das Torge Johannsen", erzählt Herbert Danielsen, „weil der von hier oben stammt. Nun ist es Lasse Svan Hansen. Er ist publikumsnah und wirkt sehr sympathisch in Gesprächen." Die gibt es gerade bei den Auswärtspartien, wenn Fans und Mannschaft sich nach Spielschluss auf dem Spielfeld treffen oder sich gegenseitig am SG-Bus abklatschen. Und in der Flens-Arena? Herbert Danielsen: „Die SG-Dauerkarte ist für mich 17 Mal Begeisterung!"