Stripes
mogensen

Folge 14: Alisa Elbert (April 2016)

FLENS-ARENA – Handball ist Tempo, Athletik und Raffinesse. Aber auch die Emotionen spielen eine wichtige Rolle. Auf und neben dem Spielfeld. Ohne die Zuschauer wäre die „Hölle Nord“ nicht vorstellbar. In einer Serie des KONTER werden einige Fans vorgestellt. Wie entstand die Begeisterung zur SG Flensburg-Handewitt? Was waren die persönlichen Höhepunkte?

„Ich will kein Spiel verpassen“, sagt Alisa Elbert im Brustton der Überzeugung. Die 20-Jährige gehört definitiv zu den jüngeren SG Fans, zu denjenigen, die die Meisterschaft von 2004 nur aus Erzählungen kennen. Aber das SG Dauerfieber packte sie rasend schnell. Zunächst begleitete sie ab und an ihre Mutter, ab der Serie 2011/12 waren eine eigene Dauerkarte und der Stehplatz direkt hinter dem Tor Pflicht. „Die SG gewann in meiner ersten Saison gleich den Europapokal“, schwärmt die Flensburgerin. „Und im Dezember 2012 glückte endlich der erste Derby-Sieg gegen den THW Kiel. Bis dahin hatte ich nur Niederlagen gesehen.“

In ihrer Premieren-Spielzeit erwarb sie ihr erstes Trikot. Es hatte die Nummer 17. Es war das von Petar Djordjic. „Damals kam er groß raus mit seinem tollen Wurf“, erinnert sich Alisa Elbert und verrät: „Ich bin auch Fan von ihm geblieben, als er uns zwischenzeitlich verlassen hatte. Umso höher rechne ich es Petar an, dass er im Sommer zurückgekehrt ist – obwohl es 2013 bei seinem Abschied Pfiffe gegeben hatte.“

Die junge Frau hat inzwischen eine kleine Sammlung von SG Trikots im Schrank hängen. Sie variiert. Bei Partien der VELUX EHF Champions League steht Bogdan Radivojevic hoch im Kurs. Auch Hampus Wanne und Jim Gottfridsson kommen zum Zug. Ganz besondere Erinnerungen sind mit einem anderen Dress verbunden. Via Facebook hatte Alisa Elbert bei Ahmed Elahmar angefragt, wenig später gab es ein persönliches Treffen mit dem Ägypter, der vor Jahresfrist bei der SG ausgeholfen hatte.

Das Fan-Sein bringt eine sehr lebendige Freizeitgestaltung mit sich. Beim letzten REWE Final Four hatte Alisa Elbert am ersten Tag vor dem Bildschirm mitgezittert, dann twitterte sie, um vielleicht doch noch eine Endspiel-Karte zu bekommen. Der Fan-Club „Hölle Nord“ antwortete; am nächsten Morgen saß die glückliche Anhängerin im Bus und konnte am Nachmittag vor Spannung nicht mehr mitansehen, wie Hampus Wanne den entscheidenden Siebenmeter gegen Magdeburg verwandelte. Ohnehin ist Alisa Elbert rege bei den „sozialen Medien“ unterwegs. Im Sommer drehte sie nach einem Training ein kleines Video mit Kentin Mahé. Das Thema: die richtige Aussprache des Namens. Das fand bei vielen anderen Fans und auch der SG großen Anklang.