Mit 17 Mann nach Mannheim

16.02.2016 -DKB Handball-Bundesliga: SG bereit für Spitzenspiel bei den Löwen

Manch Fan feiert sicherlich noch das jüngste Landesderby, das die SG Flensburg-Handewitt so deutlich gestaltete wie noch nie in der langen schleswig-holsteinischen Handball-Geschichte. Die Spieler indes haben den Schalter schon wieder umgelegt: Das Abschluss-Training für den nächsten „Knüller“ ist bereits beendet, die Koffer sind gepackt, und der SG Tross bereits auf den Weg in den Süden. Am morgigen Mittwoch um 20.15 Uhr steigt in der Mannheimer SAP-Arena das nächste Spitzenspiel: diesmal in der DKB Handball-Bundesliga, diesmal gegen Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen. „Die müssen schon ihre Bestleistung abliefern, wenn sie gewinnen wollen“, kündigte Ljubomir Vranjes vor der Abfahrt an. „Wir fahren gewiss nicht so weit, nur um brav die Punkte abzugeben.“

Der SG Trainer hat die Qual der Wahl. Neben Anders Zachariassen (Kreuzbandriss) kann nur Kentin Mahé derzeit nicht mitwirken. Der Franzose hatte sich bei der Europameisterschaft eine Blessur an einem Finger zugezogen, knickte während der Übungseinheit am Samstag mit dem Fuß um und muss sich derzeit mit einer Trainingspause anfreunden. Es verbleiben aber immer noch 16 Akteure, von denen nur 14 auf den Spielbericht eingetragen werden dürfen. „Ich bin mir noch nicht hundertprozentig sicher, wer alles zum Einsatz kommt“, verriet Ljubomir Vranjes. „Ein paar taktische Dinge muss ich mir noch mal durch den Kopf gehen lassen.“ Auch Jacob Heinl und Jim Gottfridsson sind heiß, beide haben ihr Comeback gut überstanden. Das hörte sich am Dienstagvormittag alles gut an.

Auch bei den Rhein-Neckar Löwen sind die Probleme überschaubar, wie zuletzt der souveräne 26:19-Sieg in Göppingen signalisierte. Dort hatten die Badener nur auf National-Rechtsaußen Patrick Groetzki (Wadenbeinbruch) verzichten müssen. Der schwedische Halblinke Kim Ekdahl du Rietz war am Sonntag unglücklich auf dem Rücken geknallt, zog sich vermutlich aber nur eine schmerzhafte Prellung zu. Gegen die SG dürfte er wieder dabei sein. „Die Löwen haben einen Flow“, stellte Ljubomir Vranjes fest. „Man merkt, dass der Kern um Weltklasse-Mann Andy Schmid seit Jahren zusammenspielt. Dazu hat sich vor der Saison auch noch ein bärenstarker Torwart namens Mikael Appelgren gesellt.“

Die Tabellen-Konstellation verspricht Spannung: Die Rhein-Neckar Löwen sind Spitzenreiter mit nur vier Minuspunkten, dahinter folgen der THW Kiel mit sechs und die SG mit sieben „Miesen“. Bei einem Auswärtssieg wäre die SG wieder mittendrin im Titelrennen. Favorit ist sie aber nicht, schließlich ging Anfang Dezember das Hinspiel mit 32:25 an die Süddeutschen. „Damals hatten wir einen verdammt schlechten Tag“, erinnert sich Ljubomir Vranjes. „Aber es ist alles möglich. Nur zwei Wochen später gewannen wir in Kiel.“ Und weitere sieben Tage später putzten die „Zebras“ die „Löwen“.


Splitter
Fernsehen. Der TV-Sender „Sport1“ geht ab 20.00 Uhr „live“ auf Sendung.
Live-Ticker. Zum Live-Ticker der DKB Handball-Bundesliga geht es hier.
Schiedsrichter. Lars Geipel (Steuden) und Marcus Helbig (Landsberg).

Von: ki