Appell an das Gemeinschaftsgefühl

27.01.2016 -Die SG informiert: Spielausfall am 10. Februar gegen den HSV Handball

Am Montag erreichte die SG Flensburg-Handewitt die offizielle Nachricht, dass der HSV Handball nach dem veröffentlichten Lizenzentzug auch sämtliche Spiele der Rückrunde der DKB Handball-Bundesliga im Jahr 2016 nicht mehr bestreiten wird. Davon ist ebenfalls das Heimspiel der SG gegen den HSV am 10. Februar in der FLENS-ARENA betroffen, das nun ersatzlos gestrichen werden muss.

Über diese Entwicklung und die dadurch entstandenen Konsequenzen wurden bereits sämtliche SG Dauerkarten-Inhaber, Partner und Sponsoren sowie der Großteil der Einzelkarten-Käufer gesondert schriftlich durch den Verein zu Beginn dieser Woche informiert. Die SG bedankt sich auf diesem Wege bereits jetzt für die vielen, fast ausschließlich solidarischen Antworten auf dieses Schreiben, die auf dem Postwege, per Mail und per Telefon eingegangen sind. Einzelkarten-Kunden, die ihr Ticket an einer Vorverkaufsstelle erworben haben, bitten wir bis zum 10. Februar direkt zu dieser zurückzukehren und sich dort über das weitere Vorgehen zu erkundigen.

Leider war es aufgrund der Kurzfristigkeit des Termins und auch aus sportlicher Sicht nicht möglich eine adäquate Ersatzveranstaltung am selben Tag anzubieten. Auch eine Ersatzveranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt ist aufgrund des gedrängten Terminkalenders der SG, des am gleichen Tag startenden europaweiten Liga-Spielbetriebs  und der im Sommer stattfindenden Olympischen Spiele in Rio de Janeiro nicht möglich.

Die SG appelliert in diesem speziellen Fall, für den sie keinerlei Verantwortung trägt, an das Gemeinschaftsgefühl und die Solidarität der Partner, Sponsoren und breiten Fan-Basis, um den ohnehin schon entstandenen Schaden so gering wie möglich zu halten. Die SG und vor allem das Team um SG Trainer Ljubomir Vranjes wird sich fortan ausschließlich auf das schwere Spiel am 14. Februar gegen den THW Kiel in der VELUX EHF Champions League fokussieren und die Vorbereitung ab sofort darauf neu ausrichten.

SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke: „Dieser Spielausfall ist äußerst bedauerlich. Wir sind sehr verärgert, da wir unsere finanzielle und sportliche Saison-Planung selbstverständlich inklusiv der Partie gegen den HSV Handball ausgerichtet hatten. Nach reichlichen Überlegungen und Abwägungen haben wir uns entschieden, an diesem Spieltag, auf den sich nach der EM-Pause viele Fans gefreut haben, keine Ersatzveranstaltung stattfinden zu lassen. In einem persönlichen Anschreiben an nahezu all unsere Ticket-Kunden haben wir vor allem unsere langjährigen und sehr treuen Dauerkarten-Inhaber und Sponsoren zur Solidarität und Unterstützung aufgerufen. Es ist immer die Stärke der großen SG Gemeinschaft gewesen, in  guten wie in schwierigen Zeiten eng zusammenzustehen und gemeinsam immer nach vorne zu schauen. An dieses Wir-Gefühl zur Minimierung des Schadens appelliere ich und bitte alle um Verständnis und Solidarität. Die durch den Spielausfall entstandene Schadenshöhe kann ich derzeit noch nicht beziffern, hierzu prüfen wir parallel alle rechtlichen Schritte in alle Richtungen.“

SG Trainer Ljubomir Vranjes: „Unserer Mannschaft hilft es jetzt am meisten, wenn wir sofort unsere Vorbereitung auf die neuen Umstände anpassen. Wir werden uns ab sofort voll auf das nun erste Pflichtspiel der Rückserie in der Königsklasse gegen den THW Kiel am 14. Februar konzentrieren. Ich wünsche mir, dass unsere Fans gemeinsam mit uns zusammen diesen neuen Weg gehen und sich solidarisch zeigen.“

SG Beiratsvorsitzender Boy Meesenburg: „Es ist ärgerlich, bedauerlich und nur schwer nachzuvollziehen, dass der HSV Handball am 10. Februar nicht zu unserem Heimspiel antritt. Die SG Flensburg–Handewitt hat dieses nicht zu verantworten, trotzdem müssen wir gemeinsam Schaden von der SG in sportlicher und finanzieller Hinsicht abwehren. Unsere Saisonplanung ist in finanzieller und sportlicher Hinsicht anders ausgelegt, darauf müssen wir nun entsprechend reagieren. Wir werden größeren wirtschaftlichen Schaden von der SG fernhalten können, wenn insbesondere unsere starke Gemeinschaft der Dauerkarten-Inhaber und Sponsoren ihren Beitrag zur Schadensminimierung leisten. Lassen sie uns das tun nach unserem Motto: Gemeinsam sind wir stark. Daher bitte ich alle Dauerkarten-Inhaber, Fan-Clubs, Kommanditisten, Club 100-Mitglieder und Sponsoren um Solidarität, um diese missliche Lage gemeinsam meistern zu können.“

Von: sg