Stripes
mogensen

Die Entscheidung von Aalborg

02.03.2018 -VELUX EHF Champions League: Die SG will Rang drei absichern

Die SG Flensburg-Handewitt möchte ihre bislang gute Hauptrunde der VELUX EHF Champions League mit einem Erfolg abrunden. Am Sonntag geht es ins vier Stunden entfernte Aalborg, wo die Partie um 16.50 Uhr angepfiffen wird. „Wir wollen unbedingt gewinnen“, sagt SG Trainer Maik Machulla. „Wir wollen alles selbst in der Hand haben und nicht nach Paris schauen.“ Dort spielt am Sonntagabend der THW Kiel, der mit einem Sieg an der SG vorbeiziehen könnte, falls diese in Dänemark einen oder gar zwei Zähler einbüßen sollte.

Vor dem letzten Spieltag spekulieren und rechnen die Fans viel. Gegen wen spielt ihre SG im Achtelfinale? Da Telekom Veszprém wohl kaum gegen den RK Celje patzen wird, sind Rang zwei und ein mögliches Wiedersehen mit Skjern Handbold und Anders Eggert ziemlich unwahrscheinlich. Ein Erfolgserlebnis in Aalborg würde Rang drei absichern. Dann wäre im Achtelfinale Zagreb, Kristianstad oder Plock der Gegner. Am vorletzten März-Wochenende würde es auf Reisen gehen, am 28. oder 29. März wäre die FLENS-ARENA Schauplatz einer illustren Königsklassen-Begegnung.

Damit beschäftigen sich die SG Asse nicht. Sie befinden sich inmitten einer ungewöhnlichen Woche. Bekanntlich musste die Partie gegen die HSG Wetzlar wegen der Schnee-Kapriolen in der deutsch-dänischen Grenzregion abgesagt werden. Bei den Profis wuchs am Donnerstag gerade die Anspannung, als sie von der Absage erfuhren. Da der Freitag schon längerfristig als trainingsfrei eingeplant war, trommelte Maik Machulla seine Jungs in der Wikinghalle zusammen. „Mir war es wichtig, dass sich meine Jungs etwas bewegen und einigermaßen im Rhythmus bleiben“, erklärte der Coach. Der Vorteil: Die meisten Spieler wohnen in Handewitt und stapften auf Schusters Rappen durch die Schneemassen.

200 SG Fans werden ihre Lieblinge nach Nordjütland begleiten. Besonders im Fokus dürfte der Aalborger Kreisläufer Simon Hald stehen. Er wird im Sommer zur SG wechseln. „Er hat zuletzt eine sehr gute Form bewiesen“, beobachtete Maik Machulla. Ihm fiel auch auf, dass die Aalborger oft mit sieben Feldspielern agieren. Besonders gut lief es allerdings nicht. Der dänische Meister rangiert in der heimischen Liga derzeit nur an fünfter Stelle und mühte sich am Mittwoch zu einem 25:23-Erfolg in Ribe.

Im gegnerischen Kasten glänzte übrigens Rasmus Lind mit einigen Paraden. Im September hatte der Keeper noch das SG Gehäuse gehütet und war einer der Matchwinner für den 30:27-Erfolg gegen Aalborg. „Damals standen wir in der Abwehr nicht kompakt genug und hatten gerade mit dem isländischen Spielmacher Janus Smarason unsere Probleme“, erinnert sich Maik Machulla. Daran möchte er ansetzen. Auch wenn Aalborg keine Chancen mehr auf das Achtelfinale hat, rechnet der Trainer mit einem harten Gang. „Die werden uns auch diesmal nichts schenken“, glaubt er. „Für dänische Mannschaften geht es in jeder Partie gegen uns und unseren dänischen Nationalspielern ums Prestige.“


Splitter
Public Viewing. In der TSB-Vereinsgaststätte „Turner's“ kann die Partie in Aalborg live verfolgt werden.
Fernsehen. Der Pay-TV-Sender „Sky“ steigt um 16.35 Uhr in die Berichterstattung ein.
Schiedsrichter. Michal Badura und Jaroslav Ondogrecula (Slowakei).
EHF-Delegierter. Jiri Konecny (Tschechien).

 

Von: ki