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Platz vier für die SG

11.03.2017 -VELUX EHF Champions League: 28:34 – nur zehn Tore in Halbzeit zwei

Die SG Flensburg-Handewitt schloss mit einem 28:34 (18:17) bei Telekom Veszprém die Gruppenphase der VELUX EHF Champions League ab. Damit steht sie in der Staffel A im Abschlussklassement auf Platz vier. Im Achtelfinale, das zwischen dem 25. März und 2. April ausgetragen wird, heißt der Gegner HC Meshkov Brest. „Die Weißrussen haben gut Ergebnisse abgeliefert, dennoch habe ich ein gutes Gefühl“, meinte Ljubomir Vranjes bei „Sky“ nach dem Schlusspfiff. „Wir müssen unsere Arbeit machen.“

Der SG Trainer bekam in der Nähe des Plattensees viel Applaus, als er seine zukünftige Wirkungsstätte betrat. „Als ich die rote Wand der Fans sah, gingen mir schon einige Gedanken durch den Kopf“, sagte er. „Im Spiel war für mich aber alles normal.“ Ein zweiter SG Akteur wurde in der Veszprém-Arena stürmisch begrüßt: Kentin Mahé, der 2018 nach Ungarn wechseln wird. Der Franzose stand in der Startaufstellung zusammen mit Thomas Mogensen und Holger Glandorf. Der Linkshänder flutschte durch zum ersten Tor des Tages. Jacob Heinl, der das Abschlusstraining ohne Probleme mitmachte, positionierte sich gemeinsam mit Henrik Toft Hansen im Abwehrmittelblock. Die SG kam gut in die Partie. Hampus Wanne traf vom linken Flügel zum 0:2.

Holger Glandorf traf fünf Mal. Fotos: Beate Haar.

Dann wachten die Hausherren auf. Mit einer konsequenten schnellen Mitte konnte die SG gegenhalten. Kentin Mahé schloss zwei Mal erfolgreich ab, und es hieß 4:5. Kurz darauf kassierte Thomas Mogensen eine Zeitstrafe. Für Mattias Andersson kam Rasmus Lauge auf die Spielfläche.  Der Angriff mündete allerdings in einen Ballverlust, sodass Mate Lekai von der Mittellinie ins verwaiste SG Gehäuse werfen konnte. 6:5! Die SG hatte allerdings Antworten parat. Kentin Mahé zeigte sich von seiner besten Seite, Henrik Toft Hansen konterte zum 8:10. Es entwickelte sich ein flinkes Spiel, in dem die Keeper zunächst nur wenige Gelegenheiten erhielten, um sich auszuzeichnen.

Aktivposten bei Veszprém: Laszlo Nagy.

Jim Gottfridsson und Petar Djordjic mischten nun mit. Rasmus Lauge steuerte das Spiel. Die SG improvisierte nun ohne Linkshänder, versprühte aber dennoch Gefahr von allen Positionen. Hampus Wanne erhöhte auf 11:14. Ein schöner Wurf ins rechtere obere Eck! Die Veszprém-Bank nahm eine Auszeit, stellte Mirko Alilovic in den Kasten und bot erstmals in diesem Jahr den isländischen Spielmacher Aron Palmarsson auf. Die SG konnte sich dennoch weiterhin gegen die gegnerische Deckung bestens aus der Affäre ziehen. Rasmus Lauge bediente den frisch eingewechselten Anders Zachariassen, der zum 14:17 einlochte. Die mitgereisten SG Fans waren aus dem Häuschen. Kurz vor der Pause bekamen Anders Zachariassen und Lasse Svan in kurzer Folge Zeitstrafen aufgebrummt. Mattias Andersson parierte klasse in doppelter Unterzahl. Dennoch verkürzte der ungarische Meister bis zur Pause auf 17:18 –auch weil Kentin Mahé einen Siebenmeter nicht unterbringen konnte. „Wir wollten von Anfang an ein hohes Tempo gehen, aber vielleicht war es des Guten zu viel“, schwante Ljubomir Vranjes Böses.

Bogdan Radivojevic erzielte das 21:20.

Nach dem Seitenwechsel stand Kevin Møller im Tor und verhinderte sogleich den Ausgleich. Beim nächsten Anlauf über Andreas Nilsson war aber auch der Däne machtlos. Veszprém deckte nun aggressiver. So brauchte die SG fast sechs Minuten, um wieder ein Erfolgserlebnis zu bejubeln. Zwischenzeitlich waren die Gastgeber auf 21:18 enteilt. Holger Glandorf hielt dagegen und brachte seine Farben mit drei Treffern binnen Kürze auf 24:23 heran. Mirsad Terzic schied nach seiner dritten Hinausstellung aus. Veszprém musste seine Defensive neu sortieren. Die SG suchte allerdings auch nach Stabilität in der Abwehr und fing sich weiterhin munter Gegentore ein. Als sich vorne ein paar Ballverluste dazugesellten, stürmten die Hausherren auf 29:25 davon.

Damit waren die Chancen in diesem „Hexenkessel“ auf ein Minimum gesunken. Die ungarischen Fans feierten bereits den dritten Platz, als Ljubomir Vranjes noch einmal mit seiner grünen Karte intervenierte. Rasmus Lauge lief danach einen erfolgreichen Gegenstoß zum 30:27. Doch die letzten Hoffnungen auf Platz drei verflüchtigten sich schnell aus der Veszprém-Arena. Den letzten Zahn zog der SG dann Keeper Mirko Alilovic. „Er hat ein paar wichtige Würfe gehalten“, meinte Ljubomir Vranjes. „Ansonsten kam uns eine schlechte Phase, in der uns spielerisch nicht viel gelang, teuer zu stehen.“

Ein Dank an die mitgereisten Fans.

 

Telekom Veszprém – SG Flensburg-Handewitt  34:28 (17:18)
Telekom Veszprém: Mikler (1 Parade), Alilovic (15/1 Paraden, ab 21.) – Gulyas, Ivancsik (1), Schuch, Ilic (9/5), Nilsson (5), Nagy (5), Ugalde, Marguc (5), Terzic, Palmarsson (2), Sulic (2), Lekai (5)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (3 Paraden, bis 30., bei einem 7m), Møller (9 Paraden, ab 31., bei einem 7m) – Glandorf (5), Mogensen (2), Svan (2), Wanne (4), Djordjic (3), Heinl, Zachariassen (1), Toft Hansen (1), Gottfridsson, Lauge (5/2), Mahé (4), Radivojevic (1)
Schiedsrichter: Badura/Ondogrecula (Slowakei); Zeitstrafen: 8:12 Minuten (Terzic 6, Sulic 2 – Heinl 4, Zachariassen 4, Svan 2, Mogensen 2); Rote Karte: Terzic (42., dritte Hinausstellung); Siebenmeter: 5/5:3/2 (Mahé scheitert an Alilovic); Zuschauer: 5019
Spielverlauf: 0:2 (2.), 1:3 (4.), 3:3 (5.), 4:5 (6.), 7:5 (9.), 7:7 (10.), 8:7 (11.), 8:10 (13.), 9:11 (16.), 11:11 (18.), 11:14 (21.), 13:15 (22.), 14:17 (24.), 15:18 (25.) – 21:18 (36.), 21:20 (37.), 23:21 (39.), 24:23 (42.), 26:23 (44.), 27:25 (45.), 29:25 (47.), 30:27 (51.), 32:27 (53.), 32:28 (55.)

 

Von: ki