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SG scheitert im Viertelfinale

29.04.2018 -VELUX EHF Champions League: 17:29 – Pleite in Montpellier

Die SG Flensburg-Handewitt musste sich im Viertelfinale der VELUX EHF Champions League bei Montpellier HB mit 17:29 (9:14) beugen.  Damit sind die Auftritte auf der internationalen Bühne für diese Saison beendet. „Die Mannschaft kann es viel besser, das beweist sie Woche für Woche“, sagte SG Trainer Maik Machulla. „Heute haben meine Jungs leider immer wieder die falschen Entscheidungen getroffen.“

Schon im Vorfeld war klar: Nur 15 Spieler kämpften um den Einzug ins VELUX EHF FINAL 4, Anders Zachariassen musste passen, er war im Norden geblieben. Seine Kollegen starteten mit Hoffnungen, Mattias Andersson hielt gleich den ersten Ball. Vorne gestaltete sich die Situation aber von an Anfang schwer. Im Angriff lief zu oft „Wild-West“. Erfolgsritte von Lasse Svan und Thomas Mogensen bildeten die Ausnahme. Stattdessen stand MHB-Keeper Vincent Gerard zu oft im Mittelpunkt, und die Fehler gegen die 5:1-Offensive häuften sich.

Tobias Karlsson brummte eine Zeitstrafe auf der Bank ab, seine Kollegen verloren den Ball, der kurz darauf zum 7:2 ins verwaiste Gehäuse einschlug. Maik Machulla nahm seine erste Auszeit und brachte Jacob Heinl sowie Jim Gottfridsson. Es häuften sich die taktischen Optionen: Zunächst tauchte Lasse Svan am Kreis auf, dann operierte die SG wiederholt mit sieben Angreifern. Als dann auch noch Mattias Andersson der MHB-Legende Michael Guigou einen Siebenmeter abkaufte, standen die Zeichen auf Aufholjagd. Jim Gottfridsson lochte zum 12:9 ein, die 6:0-Defensive arbeitete gut. Die letzten Sekunden vor der Pause verliefen allerdings äußerst unglücklich. Zunächst ein Gegentreffer, dann ein voreiliger Abschluss von Rasmus Lauge – letztendlich landete der Ball zum 14:9 in den Maschen.

Mattias Andersson hielt einen Siebenmeter.

Die SG gab nicht auf. Hampus Wanne traf vom linken Flügel – auch mithilfe eines schönen Drehers. Eine kleine Hiobsbotschaft: Holger  Glandorf musste nach einer harten körperlichen Attacke einige Minuten passen. Er musste mitansehen, wie seine Kameraden die Wende nicht schafften. Beim 18:12 war der Linkshänder wieder an Bord. Leider erhielt der Abend zunehmend eine verkorkste Tendenz. Montpellier agierte im Rausch. Der Abwehr der SG war weniger einen Vorwurf zu machen, aber die Offensive befand sich auf einer miserablen Bahn. Nach dem Blackout der SG bejubelte Montpellier den erstmaligen Einzug ins VELUX EHF FINAL 4. Man muss ehrlich sein: Die SG hatte keine Chance. Nun kann es nur noch darum gehen, dass sich die Truppe von Maik Machulla als Vizemeister wieder für die VELUX EHF Champions League qualifiziert. „Man hat selten einen Tag, an dem so viel auf einmal falsch läuft“, stöhnte SG Kapitän Tobias Karlsson.

Am Kampfgeist lag es nicht. Fotos: Beate Haar.

Montpellier HB – SG Flensburg-Handewitt 29:17 (14:9)
Montpellier HB: Gérard (16 Paraden) – Simonet (3), Villeminot (1), Causse (1), Truchanovicius (7), Guigou, Richardson (9/2), Bonnefond, Faustin, Fabregas (3), Porte (4), Bingo, Soussi, Afgour, Mamdouh (1)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (7/1 Paraden), Møller (2 Paraden, ab 45.) – Karlsson, Glandorf (2), Mogensen (2), Svan (5), Wanne (2/1), Jeppsson (2), Heinl, Toft Hansen (1), Gottfridsson (3), Lauge, Rød
Schiedsrichter: Sondors/Licis (Lettland); Zeitstrafen: 4:10 Minuten (Truchanovicius 2, Fabregas 2 – Karlsson 4, Svan 2, Jeppsson 2, Heinl 2); Siebenmeter: 3/2:1/1 (Guigou scheitert an Andersson); Zuschauer: 7500
Spielverlauf: 2:0 (3.), 5:1 (9.), 7:2 (13.), 8:4 (17.), 10:5 (22.), 11:6 (24.), 12:7 (27.), 12:9 (29.) – 14:10 (32.), 15:11 (36.), 18:11 (40.), 20:12 (43.), 20:14 (47.), 24:14 (53.), 28:15 (58.), 28:17 (60.)

 

Von: ki