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Die erste Titelentscheidung

07.04.2017 -REWE Final Four: Zum fünften Mal gegen die Rhein-Neckar Löwen

Seit 1994 ist das REWE Final Four ein Hamburger Dauerbrenner und für viele Vereine das Ziel ihrer Träume. Die SG Flensburg-Handewitt hat schon vier Mal im Handball-Mekka den DHB-Pokal ergattert und unternimmt nun Anlauf Nummer 13. Im Halbfinale geht es am Samstag um 17.30 Uhr gegen die Rhein-Neckar Löwen. „Wir werden alles investieren müssen“, weiß Thomas Mogensen. „Wenn es klappt, werden wir keine 24 Stunden später wieder auf dem Spielfeld stehen und erneut alles geben müssen.“

Der Däne ist mit der SG zum siebten Mal in Folge beim Event an der Elbe. Routine schleicht sich bei ihm dennoch nicht ein. „Es ist sicherlich etwas Besonderes, dass jede der vier Fan-Gruppen eine Ecke der Halle besetzt“, schwärmt der 34-Jährige. „So entsteht das Gefühl, dass Mannschaft und Anhang gemeinsam um den Titel kämpfen.“ 1200 Fans werden in roten T-Shirts die SG Kurve in ein Stimmungshoch verwandeln.

Auf die liebgewonnene ERIMA Warmup-Party müssen die Nordlichter diesmal verzichten. Da die SG erst am frühen Abend spielt und parallel im Volksparkstadion die Fußball-Bundesliga gastiert, entschieden sich die Verantwortlichen für einen ruhigeren Auftakt. So kann auch das Trikot der nächsten Saison nicht präsentiert werden, weshalb die Mannschaft im gewohnten Outfit auflaufen wird. Für die Fans gibt es aber ein neues T-Shirt. Wie immer in rot. Der diesjährige Slogan: „Wir sind der 8. Mann!“ Einige Exemplare, aber auch Schals oder Mützen, hat der SG Fan-Stand von Intersport Hans Jürgensen parat, der in der Barclaycard-Arena aufgebaut werden wird.

Zum insgesamt fünften Mal trifft die SG im Halbfinale des REWE Final Fours auf die Rhein-Neckar Löwen. Zur Erinnerung: 2011, 2014, 2015 und 2016 zogen die Badener in der Vorschlussrunde den Kürzeren. „Unser Fokus muss auf dieser ersten Baustelle liegen“, mahnt Thomas Mogensen an. „Es wird schwer genug, auch wenn wir bislang gegen die Löwen gute Erfahrungen gesammelt haben.“ Ljubomir Vranjes spürt auch das „schöne Gefühl zu wissen, dass wir es mehrmals geschafft haben“. Der SG Trainer vertraut aber mehr den Fakten. Mit Andy Schmid, Kim Ekdahl du Rietz, Mads Mensah Larsen und dem ehemaligen SG Linkshänder Alexander Petersson gibt es einen Garde-Rückraum, den es zumindest halbwegs auszuschalten gilt.

Ganz ungewöhnlich: Die SG reist mit 18 Profis gen Elbe. Ein echtes Luxus-Problem, da nur 14 Namen auf den Spielbericht passen. „Das ist eine schwere Aufgabe für einen Trainer, denn alle wollen spielen“, weiß Ljubomir Vranjes. „Es wird nicht einfach sein, einigen Spielern zu erklären, dass sie hinter der Bank sitzen müssen. Aber ich habe einen Plan.“ Auf einigen Positionen hat die SG drei oder vier Optionen. Dagegen haben die Rhein-Neckar Löwen mit Mikael Appelgren nur einen Profi-Keeper dabei. Kollege Andreas Palicka laboriert an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel.

Heute Mittag, kurz vor der Abfahrt, war zu spüren, dass ein besonderes Handball-Wochenende bevorsteht. Das Training dauerte 30 Minuten länger als geplant. Anspannung lag in der Luft. „Wir erwarten zwei Tage, an denen alles optimal laufen muss, wenn wir zwei Mal gewinnen wollen“, bestätigt Ljubomir Vranjes. Natürlich hoffen alle im SG Lager, zum insgesamt 13. Mal ins Endspiel um den DHB-Pokal vorzudringen. Anpfiff wäre am Sonntag um 14.30 Uhr. Der Gegner hieße THW Kiel oder SC DHfK Leipzig.

Gibt es wieder ein Kampfspiel im Halbfinale?

 

Splitter
Karten-Situation. Das SG Kontingent ist restlos vergriffen.

Fernsehen. Sport1 steigt am Samstag ab 14.15 Uhr live ein und zeigt beide Halbfinal-Paarungen. Die Übertragung des Endspiels beginnt am Sonntag um 14.25 Uhr. ARD und ZDF bringen Kurzberichte.

Statistik. Die SG Flensburg-Handewitt nahm schon wölf Mal am Final Four (1994, 2000, 2003-2005, 2007, 2011-2016) teil. Elf Mal reichte es für das Endspiel, vier Mal (2003-2005, 2015) sogar zum Sieg. Bei einer Bilanz von 30:16 Zählern brachte es die SG in Hamburg bislang auf 645:622Tore. Anders Eggert (64/35), Thomas Mogensen (55), Lars Christiansen (51/18), Lasse Svan (42) und Sören Stryger (38/13) trafen bislang am besten.

Schiedsrichter. Fabian Baumgart (Altenheim) und Sascha Wild (Elgersweier) werden das Halbfinale mit SG Beteiligung leiten. Für das Endspiel sind bereits Robert Schulze (Magdeburg) und Tobias Tönnies (Dodendorf) nominiert.

Ehrungen. Die DKB Handball-Bundesliga wird den besten Spieler, den besten Torhüter und den besten Torschützen der diesjährigen Endrunde ehren.

 

SG-Block 2012
Von: ki