SG im Reise-Rhythmus

28.02.2017 -DKB Handball-Bundesliga: Voller Fokus auf GWD Minden

Reisestrapazen gehören bei dem vollen Terminkalender leider dazu. Die SG Flensburg-Handewitt kehrte vor dem wichtigen Spiel der DKB Handball-Bundesliga bei GWD Minden (Mittwoch, 20.15 Uhr) nicht in den geliebten Norden zurück, sondern flog von Barcelona nach Hannover, wo sie am frühen Montagabend eintraf. Inzwischen hat der SG Clan seine Zelte in der ostwestfälischen Kleinstadt Vlotho aufgeschlagen und absolviert die einzige Übungseinheit im Vorfeld der morgigen Partie. "Das ist schon extrem", sagt SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke. "Der Rhythmus und die Reisen lassen im Moment vor jeder Aufgabe nur ein Training zu, um sich vorzubereiten."

Etliche SG Fans haben sich schon ihren Platz im Block D gesichert, insgesamt werden mehr als 3000 Zuschauer in der Kampa-Halle erwartet. Das Spiel des Tabellenführers beim starken Aufsteiger verspricht Spannung. Die SG möchte sich im Meisterrennen keine Blöße geben, die Grün-Weißen können nach Siegen gegen Leipzig und in Erlangen befreit aufspielen. Das Abstiegsgespenst treibt derzeit nicht am Weserufer sein Unwesen, die gefährdeten Plätze liegen immerhin sechs Zähler zurück.

Personell hat GWD einige Sorgen. Neben den längerfristigen Ausfällen von Nenad Bilbija, Sören Südmeier und Joakim Larsson sowie Aleksandar Svitlica (Muskelverletzung im Adduktorenbereich) stehen auch die Einsätze von Magnus Jernemyr und Moritz Schäpsmeier (beide Magen-Darm-Grippe) auf der Kippe. Bei der SG sieht es so aus, dass das 14er Aufgebot voll ausgeschöpft werden kann. Zwar fehlen weiterhin Tobias Karlsson, Johan Jakobsson und Ivan Horvat, aber weitere Hiobsbotschaften gab es in den letzten Tagen nicht. Thomas Mogensen ist derweil zum SG Clan gestoßen, um den Trainingsbetrieb zu testen. Ein Einsatz in Minden kommt aber gewiss noch zu früh.

Im Gegensatz zur VELUX EHF Champions League ist Mark Bult in der DKB Handball-Bundesliga spielberechtigt. Dennoch machte der Niederländer den jüngsten Trip nach Barcelona mit. "Ich hätte in Deutschland bleiben können", erzählt er. "Aber ich wollte mit, um mich besser ins Team zu integrieren und die Abläufe besser kennenzulernen. Bei jedem Trainer sieht eine Vorbereitung anders aus." Dierk Schmäschke hatte von ihm und seinen Mannschaftskameraden zuletzt einen guten Eindruck: "Alle sind voll auf das Minden-Spiel fokussiert, alle wollen dort unbedingt einen Sieg."

Splitter
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Schiedsrichter. Sebastian Grobe und Adrian Kinzel (Braunschweig).

Von: ki