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Ausklang in der „Hölle Nord“

09.06.2017 -DKB Handball-Bundesliga: Im letzten Heimspiel gegen Wetzlar

Pflichtspiel Nummer 58 wird das letzte der Saison 2016/17 sein. Die SG Flensburg-Handewitt möchte am Samstag ab 16 Uhr gegen die HSG Wetzlar mit einem Heimsieg für einen guten Abschluss in der FLENS-ARENA sorgen. Zugleich würde sie ihre Bilanz in der DKB Handball-Bundesliga auf 58:10 Punkte ausbauen. Mit exakt dieser Ausbeute wurden die Nordlichter 2004 deutscher Meister. Diesmal hat es für einen Titel nicht ganz gereicht. Die SG hat sich aber immerhin souverän zum 13. Mal seit 2003 für die VELUX EHF Champions League qualifiziert.

Pflichtspiel Nummer 58 wird das letzte der Saison 2016/17 sein. Die SG Flensburg-Handewitt möchte am Samstag ab 16 Uhr gegen die HSG Wetzlar mit einem Heimsieg für einen guten Abschluss in der FLENS-ARENA sorgen. Zugleich würde sie ihre Bilanz in der DKB Handball-Bundesliga auf 58:10 Punkte ausbauen. Mit exakt dieser Ausbeute wurden die Nordlichter 2004 deutscher Meister. Diesmal hat es für einen Titel nicht ganz gereicht. Die SG hat sich aber immerhin souverän zum 13. Mal seit 2003 für die VELUX EHF Champions League qualifiziert. „Nach dem Spiel laden wir alle zu einem gemeinsamen Saisonabschluss im Foyer und vor der Halle ein“, sagt SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Zunächst sollten aber alle Zuschauer sitzen bleiben; denn die SG wird sich von einem Quintett verabschieden, was zum Teil den Charakter einer Zäsur haben wird. So wird Ljubomir Vranjes nach elf Spielzeiten den Klub in Richtung Telekom Veszprém verlassen. Gegen Wetzlar ist der 43-Jährige zum insgesamt 563. Mal für die SG im Einsatz, zum 370. Mal wird er als Chefcoach auf der Bank sitzen. Ein Wert, den kein anderer Trainer in der Vereinsgeschichte erreicht hat. Für ihn wird es am Samstag gefühlsmäßig sicherlich eine Mischung aus Traurigkeit und vielen Erinnerungen. „Mir werden bestimmt viele positive Dinge, die wir gemeinsam in den letzten Jahren erlebt haben, durch den Kopf schießen“, glaubt Ljubomir Vranjes und ergänzt: „Ich werde auch noch einmal die Fans sehen, die zu den besten in der Welt gehören und die in all den Jahren hinter uns standen.“

Von der Mannschaft hat sich der 43-jährige Schwede bereits nach der Übungseinheit am Donnerstag persönlich verabschiedet, um am heutigen Freitag den Fokus auf die letzte sportliche Aufgabe zu legen. Unter den Spielern ist einer, der 2006 mit ihm gemeinsam bei der SG anfing: Anders Eggert. Bis auf die Serie 2008/9, wo er an Skjern Handball, zugleich sein zukünftiger Klub, ausgeliehen war, ging der Linksaußen auf Torejagd und avancierte hinter dem legendären Lars Christiansen zum zweitbesten Schützen der SG Geschichte. In bislang 460 Partien traf Anders Eggert 2526 Mal, davon 1267 Mal von der ominösen Linie. Und sein wichtigster Treffer? „Der Siebenmeter in Skopje, der uns 2014 zum VELUX EHF FINAL 4 nach Köln brachte“, antwortet er. Ohne diesen verwandelten Strafwurf hätte die SG die Endrunde der VELUX EHF Champions League und einen ganz besonderen Titel verpasst.

Petar Djordjic (176 Spiele, 407/1 Tore) wird nach 2013 zum zweiten Mal aus dem Kreis der Mannschaft ausscheiden. Er freut sich auf eine neue Herausforderung beim weißrussischen Meister HC Meshkov Brest. Bogdan Radivojevic (125 Spiele, 272/14 Tore) geht nach vier Jahren und hofft auf größere Spielanteile bei den Rhein-Neckar Löwen. Johan Jakobsson (127 Spiele, 329 Tore) hat sich aus privaten Gründen gegen ein weiteres Engagement in der DKB Handball-Bundesliga entschieden. Seine Zukunft liegt in Göteborg und beim Verein IK Sävehof.

Diesem Quintett ist zum Ausklang ein Sieg zu wünschen. Einfach wird es aber nicht. Denn die HSG Wetzlar absolvierte die beste Serie ihrer Historie und hat sich nach einem furiosen 30:24-Erfolg über Meister Rhein-Neckar Löwen den sechsten Rang der DKB Handball-Bundesliga gesichert. „41 Punkte sind für uns höher als der Mount Everest, diesen Berg gibt es für uns eigentlich gar nicht. 30 Punkte sind für uns schon der K3“, strahlt HSG-Coach Kai Wandschneider. Dem 57-Jährigen wurde eine große Ehre zuteil. Er wurde von den Trainern und Managern der 18 Erstligisten zum „Trainer der Saison 2016/2017“ gewählt.


Splitter
Karten-Situation. Die Partie ist seit Monaten restlos ausverkauft.

Live-Ticker. Zum Live-Ticker der DKB Handball-Bundesliga geht es hier.

SG-BUS-Shuttle-Dienst Flensburg-Exe. Drei Gelenkzüge von AFAG und AKTIV BUS fahren ab 14.30 Uhr vom Parkplatz „Exe“ zur FLENS-ARENA. Bis 20.30 Uhr pendeln die Busse zwischen FLENS-ARENA und Exe.

SG-BUS-Shuttle-Dienst Flensburg-Fördepark. Ein Gelenkzug von AFAG fährt ab 14.30 Uhr vom Parkplatz Fördepark (Haltestelle Linie 14) zur FLENS-ARENA. Bis 19.00 Uhr pendelt der Bus zwischen FLENS-ARENA und Fördepark.

SG-BUS-Shuttle-Dienst Handewitt. In Handewitt startet um 15.15 Uhr ein Gelenkbus von der Wikinghalle nach Flensburg. Nach Handewitt und zurück pendelt der Bus bis 20.30 Uhr.

Hallen-Öffnung. Die FLENS-ARENA öffnet um 14.30 Uhr.

Schiedsrichter. Colin Hartmann (Magdeburg) und Stefan Schneider (Barleben).

Statistik. 43 Mal standen sich beide Teams gegenüber. Bislang gewann die SG 34 Mal, die Hessen gingen vier Mal als Sieger vom Spielfeld. Das Torverhältnis lautet 1285:1058. 

Von: ki