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Wieder in der Erfolgsspur

30.04.2017 -DKB Handball-Bundesliga: 30:24 – wichtiger Sieg in Leipzig

Die SG Flensburg-Handewitt hat in der DKB Handball-Bundesliga ein wichtiges Erfolgserlebnis erreicht. Sie gewann am Sonntagnachmittag beim SC DHfK Leipzig mit 30:24 (17:12). Damit bleibt sie auf Rang zwei, da die Rhein-Neckar Löwen ihre Partie in Erlangen ebenfalls siegreich gestalteten.  „Die Mannschaft hat sich freigeschwommen und wieder die Leistung gezeigt, zu der sie fähig ist“, freute sich SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke über den Sieg. „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“ Thomas Mogensen ergänzte: „Wir haben schwere Tage hinter uns. Der Sieg war sehr wichtig für uns.“

Die SG kam durchaus ordentlich in die Partie. Rasmus Lauge zog aus dem Rückraum ab, kurz darauf „guckte“ Lasse Svan einen Gegenstoß über die Linie. Das 1:2 stand aber noch nicht für einen Trend. Die Gäste hatten auch diesmal zunächst ein paar Probleme mit dem Abschluss. Leipzig hielt die ersten zehn Minuten voll dagegen. Im Rückraum starteten  Rasmus Lauge, Thomas Mogensen und Holger Glandorf. Aber schon früh musste Ljubomir Vranjes reagieren. Johan Jakobsson ersetzte Holger Glandorf, der an einem gegnerischen Trikot hängengeblieben war und mit einer Verletzung ausschied. Verdacht auf Daumenbruch! Das wäre bitter. Nach der Rückkehr in Flensburg soll der Linkshänder genauer untersucht werden.

Johan Jakobsson erzielte acht Treffer. Fotos: Beate Haar

In dieser Phase setzte Mattias Andersson erste Signale. Die SG bekam Oberwasser. Anders Eggert beeindruckte mit seiner Sicherheit von Linksaußen. Henrik Toft Hansen, frisch eingewechselt, schloss einen Gegenstoß zum 6:9 ab. Johan Jakobsson war sofort mittendrin und packte noch einen drauf – per Kempa-Trick, den Anders Eggert mustergültig eingeleitet hatte. Frühzeitig dominierte der Meisterschaftskandidat. Kentin Mahé und Jim Gottfridsson schlossen die Rotation in der zweiten Reihe ab.

Leipzig kam nicht mehr näher als auf drei Treffer heran. Auch ein zweites Team-Timeout nach dem 9:14 brachte keine Änderung. Mattias Andersson stellte seine Torwart-Kontrahenten in den Schatten und ließ sich bei einem Siebenmeter nicht erfolgreich tunneln. Der Ball flog an die Latte.  Leipzig schaffte wenige Sekunden vor der Halbzeit das 12:16. Die SG schaltete blitzschnell um. Johan Jakobsson hämmerte den Ball ins Netz und sicherte mit seinem fünften Treffer einen Fünf-Tore-Vorsprung zur Halbzeit. „Wir haben 100 Prozent investiert“, bilanzierte Thomas Mogensen. „Schön, dass Abwehr und Mattias sehr gut zusammengearbeitet haben.“

Frei vor dem Tor: Henrik Toft Hansen.

Direkt nach Wiederbeginn frohlockten die Sachsen wieder. Sie trafen zum 14:17, während Anders Eggert einen Strafwurf liegenließ. Doch die SG antwortete eiskalt: Thomas Mogensen verwertete eine schnelle Mitte, Jacob Heinl ein Anspiel an den Kreis. Gut für den Spitzenklub: Der Gegner hatte in dieser Phase auch kein Fortune. Andreas Rojewski verfehlte bei einem Konter das Gehäuse, bei einer 7:5-Situation flog der Ball direkt in die Hände von Mattias Andersson, der urplötzlich in die Rolle des Distanz-Goalgetters schlüpfte. 15:21! Das war ein empfindlicher Stich für den Elan der Gastgeber. „Wir schafften es einfach nicht eine Top-Leistung zu bringen – und die wäre heute nötig gewesen“, meint Leipzigs Coach Christian Prokop.

Die SG hatte alles im Griff, auch eine zwischenzeitliche doppelte Unterzahl richtete keinen nennenswerten Flurschaden an. In der Deckung arbeiteten Tobias Karlsson und Jacob Heil konsequent. Nach dem 21:27 versuchte es Leipzig mit einer doppelten Manndeckung gegen Thomas Mogensen und Rasmus Lauge. Diese taktische Maßnahme brachte allerdings nicht mehr ein als eine kurzzeitige Ergebniskosmetik. Dann wieder die Gäste: Henrik Toft Hansen drehte den Ball zum 23:30 in die Maschen. Unter dem Strich konnte die SG vor der Länderspielwoche einen versöhnlichen Erfolg landen. „Ich hoffe, alle kommen von ihren Nationalmannschaften gesund wieder“, schloss Dierk Schmäschke. „Und für Holger drücken wir alle Daumen!“

Thomas Mogensen: Ein wichtiger Erfolg.

 

SC DHfK Leipzig – SG Flensburg-Handewitt   24:30 (12:17)
SC DHfK Leipzig: Putera (4/2 Paraden), Vortmann (5 Paraden) – Semper (3), Rojewski (5/3), Jurdzs (2), Janke (1), Pieczkowski, Sommer (6), Roscheck, Strosack (4), Meschke (1), Becvar (1), Milosevic (1)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (16/1 Paraden, 1 Tor) – Karlsson, Eggert (5/1), Glandorf (1), Mogensen (1), Svan (4), Heinl (1), Jakobsson (8), Toft Hansen (3), Gottfridsson, Lauge (6/1), Mahé
Schiedsrichter: Brauer/Holm (Hamburg/Hagen); Zeitstrafen: 4:8 Minuten (Roscheck 2, Meschke 2 – Heinl 2, Jakobsson 2, Svan 2, Mahé 2); Siebenmeter: 4/3:4/2 (Sommer scheitert an Andersson – Eggert und Lauge scheitern an Putera); Zuschauer: 5488
Spielverlauf: 1:0 (1.), 1:2 (5.), 2:3 (6.), 4:3 (8.), 5:4 (11.), 6:6 (13.), 6:10 (18.), 7:11 (21.), 9:12 (23.), 9:14 (25.), 10:15 (27.), 12:16 (30.) –  14:17 (33.), 14:19 (34.), 15:21 (39.), 16:23 (42.), 17:24 (44.), 18:25 (46.), 20:25 (47.), 20:27 (50.), 23:27 (54.), 23:30 (59.) 

Von: ki