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03.11.2009 12:28 Das „Rote Sofa“ ist eine Rubrik im Hallen-Magazin KONTER. Handball-Stars verraten Zita Newerla was sie auf und außerhalb des Spielfeldes beschäftigt, bewegt, motiviert, nervt, zum Weinen oder zum Lachen bringt.
Folge 36: Dominik Klein Was hast du da auf dem Sofa „rumgeklebt“? Dominik Klein: Meine Schuhe. Das Abkleben ist ein Ritual und ein Teil der Vorbereitung für jedes Spiel. So kann man Harz auf die Schuhe schmieren. Normalerweise mache ich das in der Kabine. Beim letzten Spiel gegen euch dann ausnahmsweise auf dem Sofa, weil du das gesagt hast. (lacht) Du bist so ein offener, netter, freundlicher Mensch. Der Mannschaft des THW wird eine gewisse Arroganz im Auftritt nachgesagt. Stefan Lövgren meinte, es wäre gewollt. Wie viele Stunden musstest du dafür üben? Dominik Klein: Ob Arroganz der richtige Ausdruck ist, weiß ich nicht. Aber ich weiß, was du meinst. Als ich nach Kiel zog, war ich ein richtiger „Informations-Freak“. Ich habe alles gelesen, wo Handball draufstand, wusste wer wohin wechselt... Ich sprach meine neue Mannschaftskollegen Nikola Karabatic und Vid Kavticnik darauf an. Ich sagte, hey der HSV hat sich voll verstärkt, die haben Yoon und Souza geholt, Flensburg hat auch neue starke Spieler. Überall spektakuläre Verpflichtungen. Und weißt du was? Die wussten das alles nicht. Sie haben sich damit nicht auseinander gesetzt! Nikola sagte, wir schauen nicht auf andere, wir schauen auf uns. Wir wollen immer und überall gewinnen. Da braucht man nicht viel Nachhilfe. Wieso schaust du so komisch? Hat nichts mit dem THW zu tun. Ich schaue auf deinen Ring. Du bist mit einer sehr erfolgreichen Handballspielerin liiert. Auf der Mannschaftsaufstellung von ihrem Verein Buxtehuder SV habe ich gesehen, dass sie inzwischen Klein heißt. Dominik Klein: Wir haben im Sommer geheiratet. Ich habe früher nie Schmuck getragen und jetzt fühle ich mich ganz komisch ohne Ring!
War das eine große Hochzeit? Mit 200 Handballstars? Dominik Klein: Nein, überhaupt nicht. Hochzeit ist etwas sehr privates. Wir haben auf Mallorca in einem sehr kleinen Kreis der Familie und der wichtigsten Freunde geheiratet. Oft habe ich gehört, dass die Hochzeit der schönste Tag im Leben eines Menschen ist. Ich konnte mir das nicht so richtig vorstellen, weil ich schon so viele tolle, bewegende und euphorische Momente hatte. Aber meine Freunde hatten Recht, es war wirklich der geilste Tag!
 Foto: Christoph Schellhaus
... der Sommer ging für dich dann nicht so toll weiter. In der Vorbereitung konnte man in jeder Zeitung lesen, dass du dich mit der Schweinegrippe angesteckt hast. Was ist schlimmer: Der Name oder die Erkrankung? Dominik Klein: Beides! (lacht) Es war aber nicht lustig! Ich war gerade zurück von der Hochzeitsreise, da hatte ich auf einmal 39 Grad Fieber. Der Schnelltest ergab, ich hätte keine Schweinegrippe. So bin ich ganz entspannt zum Mannschafts-Fotoshooting gegangen. Ich habe allen Hallo gesagt, rumgealbert, umarmt... Am nächsten Tag sind wir zum Trainingslager gefahren. Kaum angekommen, sagte der Mannschaftsarzt am Telefon, dass ich mich sofort auf den Rückweg machen soll, da ich die Grippe habe. Ich war relativ schnell wieder fit und zum Glück habe ich niemanden angesteckt! Du hast in Großwallstadt mit Alex Petersson zusammen gespielt. Nach einem Jahr im Norden hat er auf die Frage, was er hier aus dem Süden vermisst, so geantwortet: „nur Kleinigkeiten, wie das Wetter zum Beispiel“. Wie kommst du damit klar? Dominik Klein: Die Sonnentage sind an der Ostsee so schön, dass sie für die verregneten Wochen entschädigen. Bei der Anzahl der Bundesliga, Pokal, oder Champions League Auswärtsspiele, sind wir aber auch oft unterwegs. Wir kommen schon zu unserem schönen Wetter! (lacht) Allerdings habe ich zur Vertragsunterschrift von meinem Bruder einen Regenschirm bekommen. ... und wie oft hast du ihn benutzt? Dominik Klein: Nicht so oft. Wir sind ja kaum zu Hause!
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Vorschau:
 Demnächst erzählt auf der SG-Homepage Tobias Karlsson über Meisterschaften, Verantwortung und seine Art zu feiern.
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